In dieser Rubrik findet Ihr unsere alten Transalpberichte.
Diese dienen nur der Nostalgie und der allgemeinen Erheiterung.
Zur Information über Routen oder Unterkünfte sind diese die nachfolgenden Seiten aufgrund des Alters nicht geeignet
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Am Morgen des 19. Juli war es endlich so weit. Das sehr lange Warten hatte ein Ende. Der Treffpunkt unser diesjährigen Tour war der Passo di Brennero, wo wir uns um 9 Uhr mit unseren Mitstreitern aus Ulm treffen wollten. Pünktlich wie Polizisten aus Ulm eben sind, trafen sie auch kurz nach uns am Startplatz ein. Jetzt wurden die Räder noch startklar gemacht und dann ging es auch schon so gegen 10 Uhr bei schönstem Wetter in Richtung Sterzing los.Mit bis zu 70 km/h sausten wir die alte Brennerstraße hinunter und erreichten sehr schnell Sterzing. Da hatte der Spaß erst einmal ein Ende denn von nun ab gings für ca. 1400 hm in Richtung Pfunderer Joch Berg auf. Dafür war die Straße jetzt nur noch sehr klein, der Verkehr minimal und wir hatten Spaß dabei.Bald hatte der Spaß ein Ende; denn von nun ab ging es über einen sehr steilen, aber gut fahrbaren Karrenweg in Richtung Joch. Bis auf ca. 2200 m ist alles noch ganz gut fahrbar. Danach wird es allerdings mit voll gepacktem Rucksack schon sehr mühsam noch die ganze Strecke bis zum Joch im Sattel zu bleiben.
Die Aussicht ist auf diesem Pass allerdings sensationell. Im Hintergrund sieht man die Stubaier Gletscher und auf der gegenüberliegenden Talseite die Auffahrt zum Schlüsseljoch.Auf den letzten Metern zum Pass fand ich dann noch ein Edelweiß am Wegesrand blühen und mir war klar, dass diese Tour unter einem guten “Stern” stehen würde.Der Übergang war, ganz anders als vor 3 Jahren, fast Schneefrei und errinnerte ein bisschen an die Mondoberfläche. ....Sand, Sand, Sand....... überall Sand gemischt mit kleinen Steinen.
.......aber erst mussten wir uns mal den Nachmittag mit diversen Weißbieren um die Ohren schlagen, unsere Klamotten waschen und uns danach für eine Pizzeria in einem Hotel am Schwimmbad entscheiden. Dieses Lokal sollte man besser meiden. Mäßige Qualität, schlechte Bedienung kombiniert mit sehr hohen Preisen.
Nach einer kurzen Genießerpause gings dann aber auch schon wieder weiter, denn wir wussten, dass nach einigen 100 m eine sehr schöne Hütte uns sicherlich mit einem fantastischen Mittagessen versorgen würde. Alles lief nach Plan. Super Essen, nette Wirtin und eine tolle Aussicht auf die Berge rund herum.Frisch gestärkt nahmen wir jetzt einen ca. 1000 hm Downhill bis Cortina in Angriff.
Wir hatten viel Spaß und waren auch sehr flott unterwegs, denn unser Ziel hieß: Irgend eine Bar mit Fernseher und ein bisschen Formel 1 schauen. Pünktlich zum Start saßen wir dann auch in einer kleinen Bar am Rande von Cortina, tranken Radler und Cappucino und aßen einen Apfelstrudel dazu.Da wir noch ca. 900 hm an diesem Nachmittag vor uns hatten, entschlossen wir uns so gegen 15 Uhr zum Aufbruch.Es begann zu tröpfeln und ich bemerkte, dass ich kaum noch Luft in meinem Vorderrad hatte. ....bisschen Luft nachpumpen und hoffen, dass ich die Hütte Croda da Lago noch ohne Schlauchwechsel erreichen würde. Die Auffahrt erwies sich als sehr steil und teilweise nur mit artistischen Einlagen fahrbar. Das Wetter machte uns auch langsam Sorgen. Es regnete und wir überlegten, ob wir uns in Gore Tex hüllen sollten. Wir entschieden uns dagegen denn es macht kaum einen Unterschied ob man von außen (Regen) oder von innen (Schweiß) nass wird.
Direkt nach dem ersten Verdaungsgrappa gings mit neuem Rotweinvorrat wieder ins Freie, wo sich der Sonnenuntergang in Kombination mit den Wolken in dieser Hochgebirgslandschaft mächtig ins Zeug legte um uns eine einmalige Bergkulisse zu liefern.Währenddessen huldigten wir natürlich auch unseren Martin, denn Heute war schließlich “Martinstag”. Das bedeutet, dass Martin mit allen Konsequenzen Heute unser “Gesetz” repräsentierte. (Dies verstehen allerdings nur Eingeweihte.)Jetzt wurde die Zeit langsam knapp, denn um 10 Uhr ist Hüttenruhe und wir hatten noch einiges zu trinken um unser Quantum noch zu erreichen. Dank unserem Platz direkt an der Bar und Grappa und Wein schafften wir dann unser Quantum doch noch bis 10 Uhr.
Nach dem kargen, typisch italienischen Frühstück packten wir unsere Rucksäcke und ich bemerkte an meinem Rad, dass die Luft jetzt total weg war. Also, Schlauch gewechselt, fertig gepackt, noch ein paar Fotos...
..... und ab ging die Post in Richtung Forcola Ambrizzola und das auf einem wunderschönen Weg. Nach ein paar Metern zu Fuß folgten wir dann dem Weg 467 bis zur Teerstraße. Danach links weg, über den Passo Staulanza, in Richtung Pecol auf 1380 m.Hier rechts ins Tal hinein und der steilen Skipiste bis zur Rifugio Civetta folgen. Dort sollte man z.B. Nudel mit Rehragout und Rotwein zu sich nehmen. (So wie wir!)Leider begann es hier sehr stark zu regnen, so dass unsere Pause immer länger wurde. Als wir schließlich im Gore Outfit fertig zur Weiterfahrt waren, begann ein Wolkenbruch. Wieder ausgezogen, einen Cappucino getrunken und dann 20 min später, immer noch im Wolkenbruch, gestartet.
Dann gings noch mal auf etwa 1890 m hinauf bevor es einen uralten, steilen Kopfsteinpflasterweg wieder ins Tal hinab ging.Weiter fuhren wir jetzt auf einer kleinen Straße über den Passo Duran ins etwa 20 km entfernt liegende Örtchen Agordo auf 600 m Höhe liegend. Nach einem schönen aber sehr spätem Mittagsessen fuhren wir dann nur noch in das auf etwa 1000 m Höhe liegendeÖrtchen Rivamonte.
Es ging zum Passo Cereda dann weiter nach Fiera di Primiero und dann über Mezzano zum Passo Gobbera.Kurz vor Canal S. Bovo aßen wir im Garten des Albergos Lagorai wieder mal ganz fantastisch zu Mittag. Nach dem Espresso genehmigten wir noch ein kleines Eis und schon ging es weiter in Richtung “große Brücke” über den Fluß T. Vanoi.
Nach einer guten Stunde erreichten wir 700 hm höher den Passo del Brocon auf 1615 m. Wir entschieden uns für den Albergo auf der rechten Seite mit den schönen Tischen zur Straßenseite. Sofort gabs wieder die obligatorischen “Ankunftsbierchen” um unseren Körpern wieder alles zu geben, was sie den ganzen Tag so verbraucht hatten.Sowohl das Abendessen und auch das Frühstück waren wieder mal ganz hervorragend. Auch die Zimmer waren absolut super, so dass wir wieder mal unsere Klamotten waschen konnten.
Jetzt folgten wir alten Militärstraßen aus dem ersten Weltkrieg in Richtung Bivio Italia. Diese Wege sind super zu fahren und auch das Wetter war wieder ganz ordentlich. Danach gings für Heute die letzten Kilometer über Campo Gallina zum Passo del Orso zu unserem Topziel der Tour, dem Rifugio “CIMA LARICI” auf 1658 m.Bisher haben wir 11.157 hm und 344,8 km hinter uns gebracht.
Das diese Hütte unser “Topziel” werden sollte, wussten wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Aber sehr bald, schon nach dem ersten Betreten der Hütte wussten wir, dass wir uns hier wohlfühlen würden. Wir bezogen sofort den Tisch direkt vor dem großen offenen Kamin und orderten erst mal die diversen Ankunftsbiere.Obwohl der Wirt kein Wort Englisch oder Deutsch verstand, unterhielten wir uns doch prächtig mit ihm. Das geht wohl nur in “Bella Italia” denn nirgend sonst wo wird wohl so viel mit Händen und Füßen “gesprochen”.Die Halbpension “tutto completo” sollte 42 Euro pro Nase kosten.
Danach fuhren wir bei herrlichstem Sonnenschein über schöne Wege und Trails kreuz und quer über die alte Schlachtfelder des ersten Weltkrieges. Das ein oder andere Fort wurde auch besichtigt.Aber gegen 13 Uhr waren wir pünktlich an einer Enotheca zum “Essen fassen”.Es war wieder einmal ausgezeichnet und wurde mit einem Espresso, zwecks der besseren Verdauung, beendet.
Heute wollten wir den Lago di Garda erreichen und waren freudig erregt über das Wiedersehen mit unseren Frauen bzw. Freundinnen.Eigentlich wollten wir noch über den Pasubio aber, nach nicht all zu langer Zeit, entschieden wir uns für eine harmlosere Variante mit nur ca. 1000 hm. Wir wollten am frühen Nachmittag am Lago sein.
Der Start Heute war spitze. Nach noch nicht einmal einem gefahrenen km legte sich unser Maddin in die einzige Pfütze weit und breit (Die war groß und tief). Dies geschah direkt vor einer italienischen Touristengruppe. Deren Hund, ein Mops, dürfte von diesem Vorfall einen Schock fürs Leben erhalten haben. Hoffentlich werden wir nicht regreßpflichtig gemacht zwecks psychischer Mißhandlung eines Mopses.Bestens gelaunt (Ausnahme Maddin) nahmen wir über einen super Weg mit fantastischer Aussicht den Monte Maggio in Angriff.
Oben angekommen hat man einen “360° -Rundrum-Megaausblick!!!”Diesen genoßen wir ausgiebig bevor es den Weg 124 über extreme Trails zum Passo della Borcola ging. Hier war nicht alles fahrbar!Aber das was man fahren kann ist absolut megageil!!Am Pass angekommen wollten wir nicht so einfach zum Lago fahren und ich hatte auch schon eine Variante: Kurz nach der Malga Borcola bogen wir links in den Weg 148 ein dem wir teilweise steil schiebend bis zur Paßhöhe auf 1400 hm folgten. (Unser Tuba-Franze war über diese Variante nicht sehr glücklich!)
Runter fuhren wir dann nicht dem Almweg entlang sondern wieder eine Variante über den Weg 144 dem wir bis Ghesteri auf 738 m Höhe folgten.Dieser wunderschöne Weg wird praktisch nicht mehr genutzt und unten angekommen sprach ein total verblüffter Bauer von unserer Erstbefahrung dieses Weges!!!P.S. Der Weg ist schön und steil aber es liegen sehr viel Laub und auch sehr viele Äste in der Fahrspur, was zu sehr vielen Abstiegen zwingt.
….und zu guter letzt konnten wir unserem Robert das „Clausthaler-trinken“ abgewöhnen.
| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 62,8 km | 1947 hm | 4 Std 40 Min | 13,6 km/h | 69,8 km/h |

In der Zwischenzeit, gar nicht lustig, wurde ich mit meinen neuen „BUFFALO-BIKESCHUHEN“ ein bisschen verarscht. Diese neuen Schuhe von Northwave haben zwar die Tour überstanden, sind aber jetzt ein Garantiefall und werden von mir sicher in ein anderes Modell getauscht.Von Ischgl ging es dann über eine steile Asphaltstrasse hoch bis zur Idalpe. Nach einer für Österreichische Verhältnisse, guten Stärkung in Nudelform, auf der Terrasse eines Betonpalast
(Seilbahnbergstation mit riesigem Restaurant) ging es dann, theoretisch komplett fahrbar, hinauf zum Fiderjoch auf 2737m.
P.S. Theoretisch heißt: Unser Edi fuhr alles und der Rest war sehr häufig auf gut profilierten Gummisohlen unterwegs.Beim evtl. Nachfahren unserer Tour bitte folgende Variante nehmen: Fimbertal, Heidelberger Hütte, Fimberpaß und den Traumtrail (nur bei Trockenheit) hinunter nach Zuort.Wir fuhren um mal wieder was neues zu testen diesmal über die Idalpe und das war im Nachhinein betrachtet ein großer Fehler. Es gab keine Trails und die Landschaft ist von den vielen Skipisten total zerstört. Zum Ski fahren dürfte es hier jedoch super sein. Vom Fiderjoch ging es dann zwar sehr schnell aber auch eher eintönig über Wirtschaftswege hinunter nach Spiss.
Auf diesen 12 km gab es nur ein Highlight,
und das war als der Franz in einer Kurve absolut souverän über den Lenker abstieg, einige Schritte dann noch gut zu Fuß unterwegs war, bis er dann merkte, dass kein Mensch so schnell laufen kann, und sich dann der Länge nach in der „Auslaufzone“ auf den Bauch legte und in dieser Haltung bis zum absoluten Stillstand verharrte. Der einzige Schaden war, dass seine nagelneue Windjacke jetzt ein Loch im Ärmel hat.BRAVO FRANZ !!!!!! …..Haltungsnote: 5,8Von Spiss ging es dann bei super Wetter weiter in Richtung Inntal und dort auf gut ausgeschilderten Radwegen in ca. 1 Stunde bis zu unserem Etappenziel in Sur En in der Schweiz. Auf dem Weg dort hin erfuhren wir noch, dass der 1. August der Nationalfeiertag der Schweizer ist. Trotz all dem sollten wir im Hotel Restorant Val d Uina noch ein Lager für 7 Personen bekommen.
Hans, dem die Decken in den Betten nicht behagten, organisierte kurzerhand aus dem Bügelzimmer noch 7x Bettwäsche, die einem in einem Lager allerdings normalerweise nicht zusteht. (Für 45 Schweizer Fränkli sollte es aber doch kein Problem sein) Die Wirtin fand das aber trotz unserer wirklich vernünftigen Zeche (ca. € 45 pP. nur für Essen und Trinken an diesem Abend) nicht und ließ uns das auch spüren. Aber diese Unfreundlichkeit perlte an uns ab wie Wasser auf Gore Tex.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 63 km | 1385 hm | 4 Std 23 Min | 14,3 km/h | 75 km/h |

Nach ausgiebigem Frühstück und strahlend blauem Himmel ging´s los ins Val d´Uina. Das heißt: endlich raus aus der total überteuerten Schweiz und ins preislich gemäßigte Italien. Auf zunächst steilem Schotterweg ging´s immer am sehr schönen Bach entlang die ersten Höhenmeter bergan. Was einen landschaftlich im Uinatal erwartet, lässt sich erst erahnen, wenn man die schön gelegene Hütte erreicht hat. Für uns ist es für eine Einkehr noch zu früh, aber es sieht so aus, als würde es sich lohnen.
Unbedingt ausprobieren sollte man die von der Hüttenwirtin selbstgebastelte Wetterstation neben der Bank, die einfach aber sehr effektiv ist.Nachdem wir unsere Wasserflaschen aufgefüllt hatten, fuhren wir die letzten Höhenmeter weiter, bis dann nur noch schieben angesagt ist. Allerdings schiebt man in der vermutlich spektakulärsten Berglandschaft bei einem Alpencross mit dem Bike.
In die senkrechte Felswand wurde ein schmaler Pfad gesprengt, der durch die stetig enger und höher werdende Schlucht führt. Der Biker mit Höhenangst wird sich hier wohl hauptsächlich links an der Felswand orientieren und den atemberaubenden Blick in die Schlucht vermeiden.
Zur italienischen Seite hin öffnet sich die Schlucht dann in eine nicht vermutete Hochalm mit schönen Wiesen und Kühen, durchzogen von einem schönen Singeltrail bis zur Passhöhe.Nach kurzer Abfahrt kommen wir zur traumhaft gelegenen Sesvennahütte, wo wir zum Mittagessen einkehren. Allein von der Lage her sollte man hier eigentlich übernachten, für uns war es aber doch etwas zu früh dafür. Nach viel Wasser, „wenig“ Wein, Pasta und Kaisersschmarren starteten wir zum Downhill. Fast wären wir hier zu 8 weitergefahren, da eine der netten Bedienungen sich uns anschließen wollte, da sie kein Bike hatte, war sie sogar bereit bei einem unserer Gruppe (na wer war´s wohl?) aufzusitzen.
Jetzt waren erst mal die Bremsen gefordert, auf steilster Schotterpiste wurden die ersten Höhenmeter fast auf dem Hinterrad sitzend vernichtet. Mit der Zeit wurde es dann vom Gefälle her gemäßigter und wir konnten die Bremsscheiben und Felgen wieder etwas schonen. Die letzten Kilometer ins Tal legten wir auf Asphalt zurück was auch Mountainbikern immensen Spaß bringt (wer knackt die 70 km/h?).
Unten angekommen haben wir zum Glück den Abzweig des Radweges nicht verpasst, dieser verläuft immer leicht bergab bis zu unserem heutigen Etappenziel nach Morter.Auf der Fahrt dorthin sollten noch die schöne Rückansicht (oder „g... A....!!!) der Bikerin erwähnt werden, die wir meiner Meinung nach viel zu schnell überholt hatten. Sowas hätte ich mir bei mancher Auffahrt als Motivation vor mir gewünscht (liest sich jetzt vielleicht frauenfeindlich, soll es aber nicht sein, da es einfach ein sehr ästhetischer Anblick war, nicht nur der A.... sondern vor allem die schönen, schlanken, braungebrannten Beine!!!).
Als wir dort angekommen sind stellte sich heraus, dass die Wirtin annahm, dass wir nur zu zweit seien und nicht zu siebt. Laut ihrer Auskunft gäbe es um diese Uhrzeit aber auch sonst nirgends im Ort was zu essen, weshalb sie sich überreden ließ, etwas für uns zu improvisieren. Nachdem wir auf der Terrasse platz genommen hatten, bemerkten wir gleich den immer wieder aufsteigenden „Verwesungsgeruch“ von der unter der Terrasse verendeten Hauskatze. Egal welchen Sitzplatz wir einnahmen, diesem Duft konnten wir nicht entkommen. So blieb uns nur die Möglichkeit mit „Wein und Grappa“ dem entgegenzuwirken: Da wir heute unseren Teilzeitmitfahrer Hans verabschieden mussten, fiel uns dies zum Glück leicht, besonders dem Walle, der sich mit dem Grappa gleich das Wasserglas füllte. Aber es war schon schade, dass der Hans nicht weiter mitfahren konnte, er hat klasse zum Team gepasst!! Frank (Außenstelle Ulm).| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 56,25 km | 2159 hm | 5 Std 25 Min | 10,2 km/h | 80,5 km |

Als ich die Augen öffnete wusste ich erst mal nicht so richtig wo ich war, neben mir im Doppelbett lag jemand. Es war Hans, der noch vor sich hin schnarchte, und mir wurde klar es wartetet eine weitere Etappe unseres Alpencross auf uns. Ich wünschte mir, ich hätte gestern Claustaler getrunken statt Wein und unzählige Grappas. Es gab ein ordentliches Frühstück das wir auf der Hotelterasse zu uns nahmen. Nach dem wir große Mengen an einem Getränk, dass Orangensaft sein sollte vernichtet haben, beschlossen wir angesichts unserer Verfassung heute eine Weichei -Kurzetappe einzulegen und auf der Naturnser Alm zu übernachten.Etwa um 08:30 standen wir abfahrbereit vor dem Hotel und verabschiedeten uns von Hans, der nun 130 Km durchs Etschtal über den Reschenpass vor sich hatte. (Ich hätte ja einen Bus genommen).
So fuhren wir zu sechst, auf einer Teerstraße etwa 100 Hm bergauf bis zu einer kleinen Burg. Dort bogen wir in einen schönen Singletrail ein der uns zunächst am Hang entlang, später bergab durchs Etschtal führte. Auf einer geteerten Straße die später in Schotter überging traten wir dann durch die Apfelplantaschen nach oben.Die 30° Grad hatten wir längst überschritten so ließen wir unterwegs keine Gelegenheit aus uns abzukühlen. Danach verliefen die Schotterwege meist zwischen den Bäumen die uns angenehmen Schatten spendeten.
Trotz gutem Kartenmaterial und GPS hatten wir Probleme den direkten Weg zu finden, so mussten wir etwa 30 Min. eine Schiebe- und Tragestrecke bewältigen bis wir wieder auf einen Forstweg gestoßen sind. Nach einer Neuorientierung hatten wir für das Mittagessen die Tablander Hütte ausgesucht was sich als Glücksgriff herausstellte (Beste Hütte unserer Transalp). Wir setzten uns auf die Holzbänke mit einem schönen Ausblick ins Tal, wo uns der Hüttenwirt begrüßte und die Speisekarte erklärte. Auf einer Tafel standen zum Einheitspreis von 10,- € einige Gerichte u.a. Scheps (Schaf) mit Knödel. Die meisten von uns bestellten davon eine Portion, die wirklich ausgezeichnet schmeckte. Die Hüttenwirte überraschten uns dann noch mit einer Vorführung im Goaßlschnalzn. Nach einer Portion Kaiserschmarrn und einer Runde Espresso + Grappa wurden wir etwas träge und dachten schon daran in dieser schönen Hütte zu übernachten. Nach insgesamt 2 ½ Stunden Rast beschlossen wir doch weiter zu fahren und erkundigten uns noch über die Fahrbarkeit unserer weiteren Wegplanung. So fanden wir einen Super Singletrail der uns am Hang entlang weiterführte. Hier mussten wir noch eine abgegangene Mure umgehen. Nach einer weiteren Kartenorientierung standen wir plötzlich auf einem ins Nichts führenden Weg, der auf unserer Karte eigentlich weitergehen sollte. So kam es, dass wir etwa 350 Hm einen Forstweg Talabwärts fahren mussten und über einen anderen Weg die Höhenmeter wieder nach oben.
So gestaltete sich unsere Weichei-Etappe langsam zur Strapaze. Endlich erreichten wir die Naturnser Alm, dort stellte sich aber heraus dass es nur ein Lager mit 4 Betten gibt und diese auch schon besetzt waren. Mist! So, erst mal wieder Karte studieren und nach einer alternative suchen, aber wir fanden hier oben keine weitere Übernachtungsmöglichkeit, so das wir uns entschieden ins Tal abzufahren.
Nach der Überquerung des Vigiljochs ging es über eine mit groben Steinen gesäte Traum Abfahrt nach unten. Martin probierte dabei noch ein paar Abkürzungen und fing sich dabei gleich einen Plattfuß ein. Nach einer schnellen Teerabfahrt fragten wir in einem Gasthaus wegen einer Übernachtung, es war kein Zimmer mehr zu bekommen. Uns wurde aber die Pension Kathi in St. Pankraz empfohlen und auch gleich reserviert. Zum Glück ging es die restlichen 7 Km zum größten Teil noch bergab und wir erreichten St. Pankraz etwa um 19:30.
Nachdem wir von unserer Wirtin Kathi herzlich begrüßt wurden, bezogen wir unsere Zimmer und erledigten notwendige Dinge wie Duschen und Klamotten waschen.Im Ort fanden wir eine ausgezeichnete Pizzeria wo wir uns für den nächsten Tag mit flüssiger (Weißbier) und fester Nahrung auffüllen konnten.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 33 Km | 1845 Hm | 3 Std. 50 Min | 8,8 Kmh | 28,5 Kmh |

Das "Morgenessen" war reichhaltig und nach einem Ratsch mit der Wirtin räumten wir die Zimmer, checkten noch den Luftdruck der Reifen und machten uns bei bestem Wetter auf den Weg durchs Ultental Richtung Zoggler Stausee.
Robert hatte noch einen lustigen Einfall, er riss aus der Bildzeitung das Foto der "Schönen von Seite 1" heraus und befestigte es sichtbar an seinem Rucksack. Mit diesem Bild im Blickfeld meinte er, würde es uns doch sicher leichter fallen den Anstieg zu bewältigen. Übers herrliche und gut fahrbare Kirchbergtal kurbelten wir mit kurzen Trinkpausen den Bachlauf entlang nach oben.
Neben einer bewirtschafteten Almhütte (Name leider unbekannt) war ein natürlicher Whirlpool (Gumpe mit heftig sprudelnden Zulauf)in dem Walter eine Ganzkörpererfrischung suchte und fand.Er war allerdings der Einzige der sich in die kalte Flut traute.

Leider wurde der Genuß durch das ständige Gekläffe des Hüttenhundes und das Auftauchen eines renitenten Ziegenbocks gestört. Das Gebelle wäre noch auszuhalten gewesen aber der Ziegenbock fand wohl Gefallen am Biergeruch ( oder war es unser "Duft" ? ) und wurde richtig lästig. Wie schmeckt eigentlich Ziegenbraten ??? Irgendwann verzog sich der Bock dann doch und ärgerte eine Frau, die die im Freien aufgehängte Wäsche abnehmen wollte, solange, bis der Wirt herauskam und das Mistvieh mit Stockhieben vertrieb.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 67,3 km | 2122 hm | 5 Std 54 Min | 11,5 km/h | 67,3 km/h |

Der selbstgemachte Speck und Käse schmeckte aber vorzüglich und bis auf Franz, der immer noch nicht richtig fit war und nur wenig aß, stärkten wir uns für die bevorstehende Abfahrt.
Der Trial war wirklich traumhaft. Steil, aber mit Fully gut fahrbar, kurvig und immer wieder von Holzbohlen durchsetzt die aber dank des Superwetters trocken und griffig waren, wunderschöne Landschaft ringsum.
Der Busfahrer bremste, Walter bremste - doch es reichte nicht ganz, mit ca. 20 Km/h touchierte Walter das Fahrzeug mit dem Lenker und stieg unsanft ab.Geistesgegenwärtig rappelte er sich sofort auf und rannte zurück um uns zu warnen. Das dumme Gesicht des Fahrers hätten wir gerne gesehen als Walter aufsprang und "davonlief".
Nach einer kurzen Pause mit Cappucino, Croissants und Eis wollte Roberts Freilauf den Dienst einstellen. Die Sperrklinke versagte für kurze Zeit ihre Funktion und wir befürchteten schon eine längere Reparaturpause als sich die Klinke doch entschied ihre Arbeit zu verrichten.
Bis zum M.ga di Flavona (1860 m) waren nur wenige Meter fahrbar und spätestens ab dort war Schluß mit lustig: Bis zur Passhöhe waren es noch über 500 HM die nur schiebend und tragend zu bewältigen waren. Obwohl wir uns mitten in herrlichster Landschaft der Brenta befanden, hatten wir kaum einen Blick für die Umgebung übrig. Dunkle Wolken zogen auf und der Tag war auch schon weit vorangeschritten, es pressierte also.Wir hatten uns in der Graffer Hütte bereits am Samstag telefonisch angemeldet, da Franz aber immer noch "durchhing" beschlossen wir, dass Frank und ich vorauseilen und unser Kommen, und damit Quartier und Essen, sicherstellen.
Der Pfad war wirklich mühsam und mehr als einmal fluchte ich lauthals, weil mir wieder und wieder das zurückschlagende Pedal die Wade blutig schrammte. Die Höhenmeter zogen sich hin und immer wieder kam ein neuer "Gipfel" in Sicht der noch zu überwinden war.
Nachdem wir unsere Betten belegt und frisch geduscht hatten, machten wir es uns in der Gaststube bequem. Zwei Liter Rotwein und ebensoviel Wasser standen frisch auf dem Tisch als die Bedienung kam und mitteilte, dass in 15 Minuten die Stube geräumt wird da dort Matratzen für weitere Gäste ausgelegt würden. Hüttenruhe !!Wir schütteten also Wasser und Wein in uns hinein und tatsächlich war es um 21:45 im Haus stockdunkel und wir mit vollen Bäuchen im Bett. Später begann es draussen zu regnen ....| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 80,8 km | 1198 hm | 4 Std 37 min | 17,6 km/h | 66,8 km/h |

Doch bald nach dem Ristorante wurde der Bach neben der Straße so schön, dass Franz, Edi, Robert und ich es uns nicht verkneifen konnten bei herrlichstem Wetter uns kurz in einer der schönen Gumpen abzufrischen. Hier entstand das Bild „Nackte Burschen“ vom Fotograf Frank. …danke.
Nach Verdaungsespresso und Grappa setzten wir uns wieder ins Freie zum „Firi“.Nach viel Rotwein wurde danach noch sehr viel Grappa vernichtet. Das Ambiente war übrigens ausgezeichnet. Zwei italienische Musiker (Keyboard und Schlagzeug) machten im Hintergrund Barmusik vom Feinsten!!!| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 32,6 km | 1511 hm | 3 Std 22 Min | 9,9 km/h | 47,7 km/h |

Da sich jeder ein paar Gedanken über den Weg gemacht hatte und einen Blick in die Karten riskierte, konnte eine so schöne „wer-sein -Rad-liebt-der-schiebt-auch-mal-800Hm“-Erfahrung wie 2 Tage zuvor wohl ausgeschlossen werden, obwohl es ja wirklich schön war.....oder?
Der Vorschlag zuerst einmal um den See zu fahren wurde schnell verworfen und es ging nördlich vom Idrosee hinauf nach Bondone. Dort angekommen gönnten wir uns aufgrund der doch schon wieder hohen Temperatur eine Erfrischung in einem kleinem Strassencafe – was für die weitere Tagesgestaltung große, positive Auswirkungen haben sollte da wir ein informatives Gespräch mit einem „Local“ hatten, der uns darüber aufklärte, dass unsere als Tagesziel anvisierte Hütte bereits seit 5 Jahren geschlossen hatte.Der „Local“ ein ca. 60 Jähriger Deutscher der seit 40 Jahren in der Region zu Hause ist (leider wissen wir den Namen nicht – aber trotzdem noch mal auf diesem Wege ein Dankeschön an ihn) klärte uns auf, dass es in dieser Region nicht mehr viele Übernachtungsmöglichkeiten gibt – nur bei Bar Guilia oder Guilio. Hilfsbereit nahm er die Reservierung bei Guilio für uns vor und beschrieb uns den Weg dorthin.
Nach kräftezehrender steiler Asphaltauffahrt...
| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Durchschnitt | Top Speed |
| 48,5 Km | 262 hm | 2 Std. 20 Min | 21,86 Km/h | 57,4 Km/h |
Dort querten wir die Hauptstrasse und folgten der Gasse die direkt auf einer auf den Lago gebauten Terrasse endete.
Hier sollten wir zum Abschluss unserer Tour noch einmal ein traumhaftes Mittagessen genießen dürfen.In der Pizzeria Ristorante “AL LAGO” ( Via Marconi 1, Gargnano ) sind vor allem die Pizzen ein Gedicht.Gestärkt hetzten wir in der Nachmittagshitze auf der Uferstrasse nach Maderno, wo auch schon eine Fähre ablegebereit auf uns wartete.

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| Etappe 1: Bei super Wetter stiegen wir kurz nach 9 Uhr in Königsleiten aus den Autos, kauften noch ein Frühstück bei „Tante Emma“, sattelten die Cannondales und die „Knarzkiste“ von Robert und schon ging es in Richtung Krimmler Wasserfälle los. Entgegen unserer Vorstellung nur noch hinabrollen zu müssen, fuhren wir erst noch mal 500 hm über die Filzsteinalpe bevor wir das erste Highlight dieser Tour hatten: Max. Speed von über 85 kmh. Als wir dann am Eingang des Nationalparks „Krimmler Tauern“ standen, zwischen dumm dreinschauenden Touristen mit karierten Hemden und Knickerbocker Hosen, erklärte man uns, dass wir über diesen Weg nicht an unser Ziel kämen. Wir sollten den Versorgungsweg nehmen. Eigentlich kein Problem wenn wir den nicht 200 hm höher rechts liegen gelassen hätten. Alles diskutieren half nichts. Retour, 200 hm zurück, dann links abbiegen und rein in den Versorgungsweg. Dieser entpuppte sich dann als wunderbarer Waldweg, gut zu fahren, nicht zu steil für den Anfang und teilweise mit sehr schöner Aussicht auf die bekannten Krimmler Wasserfälle.Kurz nach einer stockfinsteren, langen Tunneldurchfahrt, erreichten wir ein wunderschönes Hochplateau durch das sich ein glasklarer Fluss schlängelte. Unser Weg führte uns an fetten Wiesen vorbei, unter blauem Himmel, geschoben vom starken Rückenwind in Richtung „großer Gletscher“ am Horizont. Wir wussten, dass wir da irgendwo drüber mussten und wählten uns deshalb eine Verpflegungsstation die in einem uralten, schönen Holzhaus in Form einer bewirtschafteten Hütte war. Das Bier war super, aber…….wie alle Jahre wieder, wir befanden uns noch in Österreich. Wir wählten ein Gericht aus der Tageskarte und das sollte sich bald als Fehler erweisen. Spagetti Bolognese, da kann man eigentlich nichts verkehrt machen; außer man würzt die Sauce mit Essig (vielleicht weil sie schon ein paar Tage alt war??) und kocht die extra dicken Spagettinudeln doppelt so lange wie auf der Packung beschrieben.Das Ergebnis schmeckt furchtbar, macht aber in Anbetracht der noch zu fahrenden 1300 hm doch satt. Aber unsere nächste Rast sollte dann auch schon in Bella Italia sein …und tatsächlich war dann wieder alles (ich meine wirklich alles) gut!!!Also, frisch gestärkt mit schlechtem Essen auf der Holzlahneralm ging es weiter in Richtung Talende. Die Landschaft, der Weg, einfach alles war super. Aber als wir so das Talende auf 1800 m erreichten war nach der Materialseilbahn zur Warmsdorfer Hütte kein Weg mehr in unsere Richtung zu erkennen. Der Transalpwalle ließ sich aber nicht klein kriegen und gab die Richtung kreuz und quer durch sumpfiges Gelände vor. Nach einigen 100 metern fanden wir auch wieder den richtigen Weg zu unserem Ziel, den Übergeng ins Ahrntal über die Birnlückn. Jetzt waren wir ca. auf 2000 m und querten das erste sehr steile Schneefeld. Es war sehr glatt aber wir kamen gut drüber. Wir alle bis auf Franco, der wollte mal auf so ein Schneefeld runterrutschen. Das tat er auch über gut 50 m und hatte riesen Glück, dass er keinen der zahlreichen Steine mit einem seiner sensiblen Teile traf.Jetzt hatten wir auch schon die ersten Meter „Film“ auf unserer Videokamera.Nach diesem Schreck ging es dann noch etwa 2 ein halb Stunden über extrem steiles Gelände (teilweise mit Stahlseilen gesichert) hoch zur Birnlückn. Zum Schluss bildete der Bruno mit mir eine „25 m Zweckgemeinschaft“. D.h.: Wir gingen 25 m und mussten danach jeweils eine Verschnaufpause einlegen. Dies wiederholte sich die letzten 500 hm bis zum hart erkämpften Pass.Egal, oben angekommen und sofort waren wieder alle Strapazen des Aufstieges vergessen. Die Aussicht war phenomenal. Rund um uns waren gigantische Gletscher auf mächtigen 3000ern zu sehen. All denen die ihr Rad auch mal ein Stück tragen können, ist dieser schwierige Übergang wegen der tollen Landschaft nur zu empfehlen.Wenig später kam auch schon der Franco mit einem Lächeln im Gesicht daher.Nach einer kurzen Pause bei welcher wir schon unsere Brotzeithütte im Blick hatten, bemerkte Franco, dass er keinen Druckpunkt mehr auf seiner hinteren Bremse hatte. …man könnte sagen das ist halt so wenn man eine Magura Clara hat. Spaß macht das permanente Entlüften aber trotzdem nicht. Aber unser “ Dr. Robert Scott“ schrieb nicht umsonst seine Doktorarbeit über das Thema: Wie, wo und wann kann man schnellstmöglich eine derart schlechte Bremse entlüften. 5 Minuten später war die Clara wieder einsatzbereit …und das musste sie auch. Es gab 2 Varianten um zur Hütte zu gelangen. ![]() Variante 1 nahmen Hans, Bruno und ich. Extrem steil in der Falllinie über ein flach auslaufendes Schneefeld von ca. 600 Meter Länge. Es war ein Riesenspaß und ich wurde durch diese Variante der erste Tagessieger!!!Variante 2 bedeutete das Schneefeld zu queren und dann über einen schönen Trail bis zur Hütte abzufahren. Auch diese Variante war nicht übel.Wieder alle vereint auf der Birnlücknhütte auf 2441 m, gab es erst einmal ein wohlverdientes Weißbier. Dieses erste Getränk konnte leider unseren Flüssigkeitsverlust bei weitem nicht ausgleichen. Es folgte sofort ein weiteres Bier und wir erkundigten uns schon mal ob es für uns ein Quartier geben würde.![]() Das eigentliche Ziel sollte Heute irgendwo im Ahrntal sein. Aber da die Hütte sehr gemütlich aussah und es schon so gegen 17:00 Uhr war entschieden wir uns fürs Bleiben. …und das sollten wir in keinster Weise bereuen.Es wurde noch ein heiterer Abend und wenn uns der Wirt nicht gegen 23:00 Uhr das Licht ausgedreht hätte wäre der zweite Tag wohl wirklich anstrengend geworden.Daten der zweiten Etappe:
![]() Nach einem durchaus ansprechenden Frühstück verliessen wir die “Berntalangergletscher-Hüttn”. Doch leider waren die ersten 400 Hm talwärts ebenso unfahrbar wie die letzten 800 Hm vom Vortag.Kaum konnten wir endlich losfahren, gab’s auch schon eine Zwangspause. Ich hab mich praktisch bei Schrittempo so blöd angestellt, dass ich mit dem Vorderrad in einer kleinen Rinne hängen blieb und absolut unkontrolliert gestürzt bin. Dabei knallte ich mit den Rippen auf das Lenkerhörnchen. Da hab ich sofort Sterne gesehen und konnte für einen Moment nicht mehr Atmen. Die Schmerzen waren so stark, dass ich mich schon im Heli gesehen habe. Gott sei dank war alles nicht ganz so schlimm und ich konnte nach 20 Minuten die Tour fortsetzen. Durch das wunderschöne Ahrntal ging es Richtung Pustertal. Nach dem Schreck gab’s dann in Sand in Taufers erst mal Capo und Apfelstrudel ( sehr lecker ). Auf halber Strecke Richtung Bruneck nutzten wir einem kleinen Dorfweiher zu einer kurzen Abkühlung.Weiter über Bruneck nach Olang ( 1080m ) hatten wir am frühen Nachmittag schon 55 Km in den Beinen. Für die heutige Schlussetappe ( ca 12 Km und 500 Hm ) von Vigil ins Val de Fanes haben wir uns noch mit einem gut gekühlten Franziskaner gestärkt.Auf den letzten Kilometern setzten die Jungs dann zum “Spurt um den Tagessieg” an.Obwohl Edi gerade einen Fotostopp eingelegt hatte, konnte er wieder an die “Spitzengruppe” heranfahren und die völlig überraschten Jungs noch “abledern”. Walter und Ich haben davon nichts mitgekriegt. Wir haben die Landschaft genossen und sind zu unserem Tagesziel: “Albergo Alpino Pederü” gerollt. |
| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 38,70 km | 1859 hm | 4 Std 02 -4 Std 20 |
Das Rifugio Lavarella ließen wir rechts liegen und fuhren an der Fanes-Hütte vorbei zum Limo-Joch. Von hier hat man eine wunderbare Aussicht auf das wohl schönste Gebiet in den Dolomiten, das Fanes-Hochtal ist ein Platz zum Träumen, ich kann es gar nicht richtig beschreiben – man muss das mit eigenen Augen gesehen haben.
Nach einer kleinen Pause auf der Terrasse der Limojoch-Hütte ging es weiter durch das Hochtal Richtung San Cassiano.Bevor wir uns dann an die Abfahrt wagen konnten mussten erst noch zwei Bremsen entlüftet werden, Robert unser Bremsenspezialist erledigte das in kurzer Zeit.Die Abfahrt entpuppte sich anfangs als Schiebe-Tragestrecke mit etlichen Wanderern dazwischen, später genossen wir dann einen steilen, schotterigen aber fahrbaren Trial.
Das Restaurant Capanna Alpina sah zwar aus wie eine Touristenfalle, das Essen war aber aller Ehren wert, allein schon die Steinpilzbruschetta war so groß wie ein Stück Hofpfisterbrot..Das übliche Wasser und der Rotwein durften natürlich auch nicht fehlen.Jetzt fühlten wir uns gestärkt um die Asphalthöhenmeter bergauf zum Passo Valparola und bergab zum Passo Falzarego unter die Räder zu nehmen.Nach einer kurzen Rast am Rifugio Valparola hätte unser Bruno beinahe seinen Rucksack stehen lassen. Wir hätten ihn erst mal ohne fahren lassen, jaja wer solche Freunde hat ....
Auf 2137 Hm ließen wir uns beim Riffugio Cinque Torri Radler bzw. Cappucino schmecken, Franz traf hier zufällig seinen Arbeitskollegen Thomas, der sich ebenfalls mit Freunden auf Transalp befand.
Unser Tag ging aber hier noch nicht zu Ende, unser Ziel war ja die Averauhütte - knapp dreihundert Meter höhergelegen.Der Weg bis dort stellte sich als teilweise unfahrbarer Schotterweg mit lockerem Geröll und Steigungen die deutlich über 20% lagen heraus.Da Montagsradler immer als Erste ankommen wollen und die Gruppe um Franz` s Arbeitskollegen gleichzeitig mit uns aufgebrochen war, gaben Bruno, Hans und ich noch mal ordentlich Gas. Wir waren dann auch die Ersten.
Nicht dass die Aussicht vom Rifugio Cinque Torri schlecht gewesen wäre, ganz im Gegenteil,aber dieses Panorama und die Stimmung hier waren der Hammer. Angenehme Feng Shui-Musik lief im Hintergrund, vor uns Berggipfel soweit das Auge reichte, rechts weit hinten der Marmolatagletscher und direkt unter uns ein grünes Tal mit kurvenreichen Trials.Gott sei Dank sind Glückshormone nicht flüssig, ich glaube wir wären alle ertrunken.Ich musste mich richtig losreißen um den Schweiß und Staub des Tages unter der Dusche abzuwaschen.Zum Abendessen verwöhnte uns der Wirt mit selbstgemachten Spezialitäten, für Rotwein, Grappa und Espresso sorgte er ebenfalls, ein Highlight also in jeder Hinsicht. Seit diesem Abend ziert ein Montagsradleraufkleber die Gaststubentür der Averauhütte.Das Einschlafen im 10-Bettzimmer gelang mir nicht sofort, das lag aber nicht an meinem Bett, auch nicht an meinen Zimmergenossen die vielleicht irgendwelche Geräusche oder Gerüche abgaben, nein, die Ursache waren die beeindruckenden Bilder des vergangenen Tages die immer wieder in meinem Kopfkino abliefen.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit |
| 59 Km | 2016 Hm | 5 Std. 04 Min |

Perfekter Morgen, der erste Blick aus dem Fenster fällt auf die Marmolada Nordseite. Darüber hängt malerisch noch der Mond. Das Frühstück im Rifugio Averau typisch italienisch: Semmeln, erfreulicherweise frisch aufgebacken, Butter, Marmelade und Kaffee. Wir bestellen uns eine Portion Schinken und Käse extra dazu.
Los geht’s, um 8:00 starten wir ins Tal, eine grob schotterige Trialabfahrt, bis zum Rifugio Fedare. Nach einigen Kehren auf der Passstraße, die sich vom Passo Giau herunterschlängelt, rollen wir weiter Talauswärts. Bei ca. 1500m biegen wir wieder in einen Schotterweg ein. Von Toffol radeln wir weiter Richtung Pescul, kurz danach geht´s bergauf, Richtung Passo Fertazza. Am Rifugio Sa Lander (1657m) machen wir eine Pause. Cappuccino, Spezi. Beim losfahren suchen wir hinter der Hütte die Fortsetzung des Weges, aber den gibt es nicht. Okay, neben dem Haus geht die Skipiste rauf, da ist schieben angesagt. Vielleicht hätten wir weiter unten doch der Beschilderung „Superbike Civetta“ folgen sollen?? - Wir schieben.Auf dem Passo Fertazza angekommen, müssen wir wieder stoppen, da bei Franz mal wieder der Clara Bremshebel bis zum Lenker durchgezogen werden kann.
Nach dem Clara-Entlüftungs Stopp geht’s bergab Richtung Alleghe. Was jetzt kommt sind 1000 Hm Bikertraum. Nach ein paar Kehren Schotterabfahrt geht ein unscheinbarer Pfad rechts ab (Beschilderung „Superbike Civetta“), eine Trialabfahrt vom feinsten. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Nach ein paar Metern im Trial schlägt meine Manitou Mars Federgabel bei jedem Stein gnadenlos durch. Sch…ße?!?! Aus dem Gabelholm läuft Öl heraus. Nach dem zerlegen bauen wir den gebrochenen Öldämpfer kurzerhand aus, sichern das ganze noch mit Kabelbindern und die Manitou gabelt wie nie zuvor.Vielleicht ein Verbesserungsvorschlag für alle Manitou Mars Besitzer. Der Mega Trial endet direkt im Ort Allegehe, wir sind inzwischen hungrig geworden und beschließen nach einer kurzen Suche im Ort unser Mittagessen im Hotel Adriana einzunehmen. (an der rechten Seite am Ortsausgang kurz vor der Brücke über den Cordevale).Die Küche ist empfehlenswert. Vollgemampft geht’s erst mal ein Stück auf der Straße bergab, bis eine kleine Teerstraße nach S. Tomaso bergauf führt, der wir folgen. Es ist heiß und es ist steil. Das steilste Stück überwinden Walter und Franz auf einem Traktoranhänger was zu verächtenden Kommentaren bei dem Rest der Truppe führt.
Nach dem obligatorischen Willkommens Weißbier beziehen wir die gepflegten Zimmer. Auch das Abendessen ist ausgezeichnet. Später essen wir noch eine Tartufo auf der Terrasse und besprechen die Route für den kommenden Tag.
Der Abend wird noch sehr lang, so lange das das Hauspersonal neben uns einschläft.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 56,50 km | 1820 hm | 4 Std 40Min |
Jetzt ging es noch ein paar hundert Meter auf der anderen Seite den Passes hinunter und auf circa 1400 m Höhe ging es dann scharf links hinein auf eine kleine Schotterstraße die immer kleiner und schöner wurde.Landschaftlich sensationell führte uns dieser Weg in sich leicht schlängelnden Serpentinen auf über 2200m hinauf zum Rifugio Baita G. Segantini. Eine sehr schöne Hütte die wir aber für eine ausgedehnte Mittagsrast zu früh erreichten. Das schöne an diesem Pass war aber der nächste Pass, es ist der Passo di Rolle, zu dem wir über einen sensationellen Wiesentrail nur noch hinunter rollen zu brauchten. Und an diesem Trail hatte auch ich wieder meinen großen Einsatz. Es gab einige tolle Sequenzen die ich hier auf die Filmrolle bringen konnte.Völlig entspannt kamen wir also am Pass an und es sollten noch weiter ca 1000 Hm Berg ab, auf Asphalt, in Richtung San Martino di Castrozza folgen. Auf dieser Abfahrt versägten, oh entschuldigung, LEDERTEN wir noch einen Rennradfahrer ganz gehörig ab. Das war wirklich super wie ich immer zu sagen pflegte.
Im Ort gab es einige kleine Wartungsarbeiten durchzuführen und danach folgte die Suche nach einer leckeren Mittagseinkehr. Das war hier gar nicht so einfach, ein Lokal zu finden wo wir im Freien sitzen konnten und dass uns auch noch allen gefallen sollte. Nach einigen bangen Minuten, schon kurz vor dem nächsten Anstieg am äußersten Ortsende fanden wir einen gemütlichen Campingplatz mit einer schönen Pizzeria mit allerfeinsten Holzofenpizzas. Die Jungs assen alle relativ gute Pizzen aber ich bestellte die BESTE: PIZZA TONNO E CIPPOLE !!Schließlich musste mich dieses Essen ja über den nächsten Berg bringen. Das tat sie dann auch wieder mit nie da gewesenem Rückstoß. Dabei bemerkte ich auch nicht, dass Hans mir meine 2. Wasserflasche unterwegs als zusätzlichen Ballast auffüllte. Allerdings war ich auf diesem schönen Trail in Richtung Caoria über den Weg 352 sehr einsam und verlassen unterwegs. Meine Kameraden mieden es neben mir herzufahren. Ich fühlte mich trotzdem großartig und hatte meinen Spaß dabei.
Einen wirklich großen Auftritt hatte ich dann beim Wahnsinnstrail ins Tal hinunter. Ich filmte hinter jeder Kurve, die Trails wurden immer besser aber auch die Jungs ließen es vor laufender Kamera so richtig krachen. Das sollte Heute Abend wieder eine nette Filmshow beim Essen geben.
So nach 2 Stunden war auch dieses Highlight beendet und wir rollten zügig auf Asphalt in Richtung Tagesziel Riffugio Refavaie auf 1116 Meter gelegen.Diese Hütte lag am Anfang eines herrlichen Tals mit einem kleinen Forellenteich vor dem Haus. Einige dieser Fische leben jetzt nicht mehr. Uns haben sie aber köstlich gemundet. Alles in Allem war diese Hütte einfach nur sensationell.Sorgen machten wir uns allerdings wieder um Hans der auch Heute wieder mehr oder weniger abstinent lebte. Bei uns flossen Wein und Grappa in Strömen. ….alswir uns irgendwann nicht mehr so richtig auf den Beinen halten konnten, wussten wir: das ist der richtige Zeitpunkt um die Matratze aufzusuchen.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit |
| 64,5 km | 2198 hm | 5 Std 7 min |
Also das Frühstück war super und brachte alle wieder auf sehr gute „Magenwerte“. Jetzt noch ein MONTAGSRADLERAUFKLEBER in bester Position platziert und schon waren wir kaum mehr zu bremsen.Als wir so auf die Straße in Richtung Passo Cinque Croci einbogen kam auch schon ein „Rudel“ Transalper aus Tirol des Weges. Jetzt war klar, hier bringt uns nur eins an unser wahres Ziel, ….ABLEDERN!!!!!....Also nahmen Edi, Bruno, Robert und ich auch schon das „Leder“ in die Hand und mit unglaublicher Leichtigkeit zogen wir an den Jungs aus Österreich vorbei und gewannen diese Bergwertung wieder mal souverän. Auf dem Pass war es ziemlich kühl und wir mussten geraume Zeit auf Franco und Walle warten. Aber schließlich trafen auch sie ein und es gab ein weiteres „Passfoto“. Ohne große Pause machten wir uns Berg ab auf die Suche nach einem guten Mittagslokal.Nach vielen Höhenmetern in rasender Geschwindigkeit auf wechselnden Untergründen fanden wir dann auch pünktlich zur „MAHLZEIT“ ein schönes Ristorante mit Terrasse, wo wir den Blick in den Talgrund genießen konnten.
Die Bedienung erklärte als erstes dass es hier keine Nudelgerichte geben würde ???? Also bestellten wir diverse Suppen, Salate und andere leckere Köstlichkeiten. Meine Jungs konnten natürlich wieder nicht auf Rotwein verzichten. Aus Anstand streckte auch ich ab und zu meine Zunge in mein Rotweinglas. Getrunken habe ich aber eigentlich nur Wasser. Schließlich musste ich ja an meine Form und den steilen Anstieg zum Rifugio Barricata denken.Das Lokal füllte sich und wir waren immer noch hungrig. Am Nebentisch bekam ein Italienisches Pärchen eine wunderschöne Grillplatte mit ALLEM!!!!Das war zu viel für mich und Bruno. Wir stürmten die Küche und bestellten einfach mal für 6 Personen eine üppige Grillplatte mit Beilagen.
Das war nicht leicht, kostete uns sehr viele unnötige Höhenmeter brachte aber Spaß im Überfluss. Wir fuhren durch einige Tunnels aus dem 1.? oder 2. Weltkrieg die dann leider nach circa 200 bewältigten Höhenmetern nicht mehr weiter zu befahren waren. In sich zusammen gebrochen war der Tunnel versperrt. Durch ein Loch in der Felswand ging es wieder hinaus ins Freie.Im Laufschritt mit geschulterten Bikes ging es extrem steil die „Wand“ hoch. (Es musste sportlich ausschauen denn Bruno filmte diese Szene!!!)Wir folgten 3 unterschiedlichen Pfaden und mussten nach einigen Minuten feststellen, dass hier ein Weiterkommen unmöglich war. Also hieß es kurzerhand: „Umdrehen, hier kommen wir nicht weiter“. Doch da hörten wir aus der Wand ein leises „Es geht nicht, ich habe mein Rad geschultert und kann ohne eure Hilfe nicht umkehren“. Es war Dr. Robert der sich mit seinem geschulterten Scott in der Wand verstiegen hatte. (P.S. Er ist mit Abstand der beste Kletterer in unserer Gruppe und schläft wenn es sein muss auch mit Seil und Haken im Bett!!).| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit |
| 35,5 km | 1150 hm | 3 Std 22 Min |
Wenig später erreichten wir dann die Abzweigung zur Malga Fossetta der wir dann immer weiter Berg auf fahrend folgten. Nach einer kurzen Kartenpause erkannte ich, dass wir uns
praktisch in einer Sackgasse befanden. Ohne dies den Mitfahrern zu sagen ging es dann kurzerhand über sogar teilweise fahrbare Pfade (das dürften einige Erstbefahrungen gewesen sein) wieder zurück auf den Hauptweg. Kurze Zeit später passierten wir das Rifugio Cecchin das wir aber links liegen ließen da wir wussten, dass nach wenigen kilometern eine weitere Hütte kommen sollte. Pünktlich zum Mittagessen (11 Uhr 30) erreichten wir das nette Refugio Adriana auf 1740m. In dieser Hütte hatten wir dann auch sehr viel Spaß und ein opulentes Mahl mit allem was man dafür braucht. Was wir hier für eine Gaudi hatten kann man nicht beschreiben aber vielleicht am Bild wo wir die Hütte verließen ganz gut erkennen. Jedenfalls kosteten uns die 3 Stunden Hüttenaufenthalt genau € 220!!! Aber das war es wert! Hier auch noch zu schlafen hätten wir uns aber auch mit bestem Willen nicht mehr leisten können. Unser Ziel hieß für diesen Tag ja sowieso Refugio Larici.Also, ziemlich betrunken ging es weiter, wieder steil ansteigend, in Richtung Bivio Italia. Auf Grund des schwierigen Belages war die Weiterfahrt sehr anstrengend was aber auch bewirkte, dass wir innerhalb kürzester Zeit wieder klar denken konnten.Kurz vor dem Bivio passierte es dann:
Er sucht sich den dicksten Stock weit und breit, fährt natürlich auch noch drüber und schleudert ihn treffsicher ins eigene Getriebe!!! Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Ein XTR Schaltwerk bekommt man nicht kaputt …. Aber ein geschraubtes Ausfallende kann sehr leicht brechen …und das ist ja auch der Grund dass es geschraubt ist. Es war gebrochen und wir hatten dieses Ersatzteil natürlich nicht dabei.Im Angesicht unseres Restalkohols bekam der Hans sofort die besten Sprüche von uns allen zu hören. (Ich entschuldige mich hierfür im Namen des gesamten Teams). P.S. Auch den Stock haben wir mitgenommen!Hans reagierte cool, sprach kein Wort, stülpte die OP-Handschuhe über und baute in weniger als 10 Minuten auf „Singlespeed“ um. Wir waren immer noch am „Sprüche Klopfen“ als der Hans aufstieg und sofort auf „wahnsinnige Geschwindigkeit“ beschleunigte. Aber mit dieser Übersetzung konnte er einfach nicht langsam fahren. Auf jeden Fall gewann der Hans Heute noch jede weitere Bergankunft und auch alles andere.
So gegen 16 Uhr 30 erreichten wir dann unser ersehntes „Highlight-Tageziel“ das Rifugio Larici. Hier gab es dann sofort ein „Ankunftsbier“ welches wir im Liegestuhl genossen. Bier gut, Wetter gut da konnte eigentlich nichts mehr schief gehen.Allerdings war unsere Erwartungshaltung auf Grund der Übernachtung Transalp 2002 natürlich extrem hoch. Als ich mich nach dem Wirt erkundigte erklärte mir eine nette Frau, dass sie die Wirtin sei?!? Ich war unangenehm überrascht.Wo war unser „Traumwirt“ welcher super Essen für fast umsonst machte???Als ich der neuen Wirtin dann die Bilder von der von vor 2 Jahren gefahrenen Transalp gab, als wir auch hier waren, musste sie lachen und erklärte uns, dass der Wirt schon noch da sei aber in der Zwischenzeit zum Chefkoch „degradiert“ wurde.Das war des Rätsels Lösung: Er war so billig, dass er pleite ging. Also wurde doch noch alles gut. Aber die extrem hoch gesteckten Erwartungen konnten in dieser Konstellation nicht mehr erfüllt werden!!! Es wurde ein Top Aufenthalt mit lecker Essen und super trinken aber das letzte Quäntchen fehlte dieses mal. Trotzdem ist diese Hütte unbedingt weiter zu empfehlen.
Während des Abendessens kamen dann noch einige „Downhiller“ mit Protektoren und unglaublich großen Rucksäcken daher. Da es mittlerweile dunkel war und auch noch regnete machten diese „Burschen“ nicht den glücklichsten Eindruck.
In ihren Rucksäcken hatten sie sogar Zelte dabei aber wahrscheinlich war es ihnen an diesen Abend draußen zu feucht.Um 1 Uhr gingen auch wir so langsam in Richtung Betten. Alle anderen inklusive des Kochs und der Wirtin lagen sicher schon im Tiefschlaf. Das Feuer im offenen Kamin brannte noch und das war NICHT gut so!!!Ich wachte so gegen 3 Uhr auf und wunderte mich über den furchtbaren Rauch in unserem Zimmer. Ich öffnete auch noch das zweite Fenster in unserem Zimmer und hörte dann schon den Robert wie er versucht alle anderen zu wecken. Im Ofen in der Stube hatte sich ein gigantischer Schwelbrand entwickelt. Da aber alle Fenster im Erdgeschoss verrammelt waren und die Wirtsleute in einem Anbau schliefen knotete Robert erst mal ein Seil aus Leintüchern damit wir uns im Fall der Fälle aus dem ersten Stock abseilen konnten. Alles weitere wäre zu kompliziert um es niederzuschreiben. Schließlich kam dann doch noch der Wirt der die Glut mit der Schubkarre aus dem Haus fuhr. So gegen 5 Uhr gingen wir wieder in unsere Betten um noch ein bisschen „Restschlaf“ zu bekommen.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 103,5 Km | 1082 hm | 4 Std. 28 Min |
Auf dem Weg zum Passo del Sommo durchfuhren wir durch eine von Granattrichtern übersäte Landschaft, der erste Weltkrieg hat hier sehr deutlich seine Spuren hinterlassen.Der durch den Aufstieg zur Passhöhe verursachte Flüssigkeitsverlust wurde im Chalet Passo Sommo mit Radler ausgeglichen.Ab hier ging es dann nur noch bergab, mit Highspeed schossen wir Rovereto entgegen, vor uns fahrende Radler oder Autos überholten wir einfach.
In Rovereto angekommen meldete sich schließlich der Hunger und nach einiger Suche fanden wir die empfehlenswerte Pizzeria „La Terrazza“ die sehr leckere und riesige Pizzas auf den Tisch bringt. Mit vollem Bauch nahmen wir die letzten Kilometer bis Nago unter die Stollen. Plötzlich war er dann zu sehen – unser Ziel – der Lago di Garda - noch 150 Meter unter uns, schnell noch ein Foto geschossen und dann runter mit Karacho über den mit kindskopfgroßen Steinen gepflasterten Weg nach Torbole.Der Weg führte direkt in die an der Uferpromenade gelegene Strandbar in der wir traditionell unser Ankunftsweißbier genossen.
Mit dem bayerischem Kreisel, d.h. Hans, Bruno und manchmal auch ich fahren abwechselnd voraus, der Rest fährt im Windschatten nach, bolzten wir anfangs mit 30Km/h steigend auf über 40Km/h bis Malcesine. Hier trennte sich Bruno von uns da seine Familie mit dem Wohnmobil auf einem Campingplatz bereits auf ihn wartete, wir fuhren noch die 4 Km bis Cassone weiter.Im gleichnamigen Hotel angekommen warteten wir bei einem weiteren Weißbier auf die Ankunft von Anja, Regina und Sandra. Unser Autoteam ließ auch nicht lange auf sich warten und wurde mit großem Hallo begrüßt. An dieser Stelle ein großes Danke an die Mädels die uns wie im letzten Jahr eine angenehme Heimreise ermöglichten.Das Hotel ist unbedingt empfehlenswert, es liegt am kürzesten Fluss der Welt ( Eintrag im Guinnessbuch ) nahe am Hafen und man kann gemütlich im Garten sitzend die sehr guten Speisen der Küche genießen.Zum Ausklang des Tages besuchten wir noch das Dorffest am See wo mit viel Musik (bis auf den Gesang leider aus der Konserve) lautstark gefeiert wurde. 

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| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 20,2 Km | 968 hm | 2 Std 9 Min | 50,9 km/h |
| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 84,3 Km | 2901 hm | 7 Std 35 Min | 78,9 km/h |

Kurz vor Mittag hatten wir dann den schneebedeckten Pass erreicht.Die Aussicht hier oben lässt die Strapazen der „Auffahrt“ aber wieder sehr schnell vergessen. Gletscher über Gletscher und viele markante 3000er so weit das Auge reicht.Es war hier oben auf 2600 m aber auch sehr kalt und mittlerweile sah es auch nach einer Wetterverschlechterung aus. Also gab es nur ein schnelles Gipfelfoto im Schnee und ab ging es auf einem der „geilsten Trails“ im Alpenraum in Richtung Tal. Franz und ich, wir kannten diese super Strecke bereits, aber unsere anderen Gefährten waren absolut begeistert von Ihrer Erstbefahrung dieses Trails. Hier gab es alles was das Bikerherz begehrt: Singletrails, Sprünge, Bachdurchquerungen und vieles mehr...…wir schwammen in unseren eigenen Glückshormonen!!!
Rund eine Stunde später setzte der Regen ein aber wir fuhren bereits glücklich bei der einzigen bewirtschafteten Alm zum Essen vor. Die Nudeln waren ausgezeichnet, mir aber auf Grund meines „verdorbenen“ Magens zu reichlich. Nach dieser kurzen Pause hatten wir noch mal 1000 HM teils auf Schotter und das letzte Stück mit Höchstgeschwindigkeiten von über 80 KM/H auf Asphalt zu vernichten. Von Pfunders gings dann bis zur Pustertaler Bundesstraße, auf die andere Seite des Flusses und dort immer dem Radweg folgend, wieder bei strahlendem Sonnenschein, bis nach Kiens. Von hier ging es gemütlich weiter nach Montal und dann kurz aber knackig Berg auf bis nach Saalen.Jetzt fuhren wir parallel zur Bundesstraße auf einer kleinen, sehr wenig befahrenen Straße über Enneberg nach Sankt Vigil. Die letzten Kilometer wurden wir von Sturm und einem Gewitter verfolgt. Aber der Sturm pustete uns so kräftig Berg auf, dass wir Vigil fast trocken am Nachmittag erreichten. Hier gab es in einem schönen Lokal Radler, Cappuccino und einen Strudel. Nach dieser wohlverdienten Stärkung, nachdem wir Heute schon fast 2000 HM hinter uns hatten, sollte es nur noch etwa 300 bis 400 HM hinauf gehen und einen kurzen Trail hinab zu unserem Heutigen Etappenziel Altwengen.
…….wir fuhren und fuhren, fast immer Berg auf, und unser Ziel kam nicht näher. Es war mittlerweile sehr kalt, unsere körpereigenen Energiespeicher waren total aufgebraucht, wir waren völlig fertig und nach Karte kamen wir unserem Ziel nicht näher! Dann endlich, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, etwa um 19:30 Uhr erreichten wir den Übergang nach Wengen, welcher etwa 400 M höher lag als erwartet, nämlich auf knapp 2000 M. Hier haben wir uns aber sofort hurtig richtig warm für die Abfahrt eingepackt, und schon ging es wirklich abartig steil hinab in Richtung Etappenziel, welches in Altwengen sein sollte.Rudi machte noch einen Zwangsstopp durch einen eleganten Absprung von seinem XT gebremsten Scott, (runterbremsen ließ seine fast glühende Scheibe ja nicht mehr zu) um seine Shimano Scheibe wieder auf „bremsfähige Temperatur“ herunter zu kühlen. Ein merkwürdiger Gestank stieg aber von jeder Bremse auf.
So und jetzt ging es auf Zimmersuche. Der erste große Bauernhof bot Zimmer an, aber wir wurden vom Bauern darauf hingewiesen, dass er kein warmes Essen hätte. Also 2 KM weiter kam ein Hotel, welches wirklich einladend aussah. …kein Zimmer frei und auch nichts mehr zu essen!! Jetzt fuhren wir direkt in den Ort hinein und wurden exakt um 20:30 im Hotel Alpenrose fündig.An diesem Tag fuhren wir über 2900 HM, 84 KM, saßen 7:30 Std im Sattel und Franz verbrannte weit über 6000 KCAL.(Unsere Königsetappe)| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 57,8 Km | 1665 hm | 4 Std 52 Min | 84,7 km/h |
Der Weg führt uns zunächst in einem Tal nach Armentara. Die eigentliche Route wäre auf der Hauptstraße gewesen. Wir erblickten allerdings einen Weg entlag dem Bach der durch dieses Tal floss. Was sollte uns also daran hindern lieber diesen Weg zu benutzen? Gesagt getan. Wir verließen die Hauptstraße und folgten dem Weg am Bach aber bald hatten wir ein böses erwachen. Der Weg stellte sich als extrem steil heraus. Wir merkten unsere schwere Tour von gestern nun doppelt in den Beinen.
Von Armentara aus ging es nach La Villa und weiter zum Passo di Incisa. Auf der Hütte am Pass genossen wir zum einen das wunderschöne Panorama und zum anderen ein ausgedehntes Mittagessen. Walle konnte dank seines, mitlerweile erholten Magens, wieder kräftig zuschlagen. Dank der warmen Temperaturen konnten wir unsere Trickots in die Sonne zum trocknen hängen.Vom Passo die Incisa führte uns der Weg hinunter nach Cherz und weiter Richtung Arabba zum Passo Pordoi.
Die Strecke war ohne besondere Schwierigkeiten da sie überwiegend auf Forst- oder Teerstraßen verlief. Die etwa 600 Hm zum Pordoi machten uns jetzt nicht extrem zu schaffen.
Bei der Abfahrt vom Pordoj Joch verließen wir wiederum die geplante Route und folgten nicht der Teerstraße die uns einfach zu langweilig erschien.Wir wählten den wesentlich interessanteren Weg über Skipisten und Wiesen. Walle fuhr teilweise als erstes hinunter um aktionreiche Fotos zu machen.Für seinen Standort wählte er meist heikle Positionen, so auch auf dieser Strecke. Robert folgte ihm mit ausreichendem Abstand so dass Walle ihn bei seinem Sturz gut fotografieren konnte.
Der Schluß des Weges führte uns noch über einen unbefahrbaren Klettersteig. Von dort führte uns eine Forststraße und anschließend ein Radweg nach Meida. Dort übernachteten wir im Albergo „nes Crepes“. Die schöne Abendstimmung ließ uns auf einen guten nächsten Tag hoffen.Tag4:| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 65,4 Km | 1834 hm | 4 Std 59 Min | 93,5 km/h |
Dort angekommen gönnten wir uns auf der Terrasse eines der Hotels einen Cappuccino und genossen die Vormittagssonne. Nach kurzer Abfahrt ging es dann für einige Kilometer entlang des Fernwanderweges E5, meistens auf dicht bewaldeten Wegen, bis wir dann Obereggen erreichten, wo uns der nächste
Anstieg erwartete. Inzwischen erreichte die Temperatur schon 28° Celsius, was die 500 Höhenmeter zum Reiterjoch, die nun vor uns lagen nicht leichter machte. Der Anstieg ist fast durchgängig asphaltiert und steigt gemäßigt an, dadurch empfand ich es als nicht sehr anstrengend und kam kurz nach Rudi am höchsten Punkt an. Während der Auffahrt hatten wir die Beschilderung zur Zischgalm gelesen und diese für unsere Mittagspause vereinbart.
Dort angekommen trafen wir überraschend auf unser Transalp Team 2 (Bruno, Hans und Melie), die wir eigentlich schon ein ganzes Stück weiter vorn vermutet hatten. Die drei waren gerade dabei ihre Maccaroni Ragout zu verschlingen. Das schaute mehr als lecker aus und wir bestellten uns gleich 5-mal dieselbe Portion. Einen Halt in der Zischgalm einzulegen kann aufgrund der guten Küche empfohlen werden, auch wenn das schöne Panorama wegen der nahe liegenden Skipisten etwas getrübt wird.
Frisch gestärkt ging es dann auf staubiger Schotterpiste bergab. Um die Abfahrt etwas spektakulärer zu gestallten kürzten wir teilweise die Serpentinen über die Wiesen ab. Bei Pampeago mündet der Weg dann an einer asphaltierten Straße die weiter nach Stava bergab führt. Da die Straße recht gerade nach unten führte versuchte jeder mit max. Geschwindigkeit die Höhenmeter abzubauen. Ich hatte gerade mit 90 KM/h in aerodynamischer Position einen LKW überholt als Rudi an mir vorbei fuhr. Er schaffte es auf 93 ,5 Km/h. Nachher fragten wir uns, welche Geschwindigkeit so ein MTB-Reifen eigentlich aushält. Nach studieren der Karte fand unser Guide Walter einen alternativen Weg um ein paar km zu unserem geplanten Weg einzusparen. Ich glaube ja nicht, dass der Weg kürzer war, aber schöner auf jeden Fall. Es ging über Wiesenwege entlang mit schöner Aussicht auf das im Tal liegende Cavalese und mündete dann in einen genialen Singletrail der mit vielen engen Ecken die wie Steilkurven ausgefahren waren gespickt war.
Kurz nach Cavalese überlegten wir dann bei einem Stopp wo unser heutiges Tagesziel liegen könnte. Wegen der extremen schwüle und den aufziehenden dunklen Wolken einigten wir uns, noch bis Kaltenbrunn zu fahren, um dort nach einer Unterkunft zu suchen. Der Weg dorthin ging auf Wald und Wiesenpfaden gemäßigt bergauf und später auf der stillgelegten Bahntrasse leicht abwärts bis nach Kaltenbrunn. Den Ort schon in Sichtweite fing es an zu tröpfeln. Franz hatte sich zudem noch einen Plattfuß eingefangen, den er gleich reparierte, während Walter und ich in der einzigen Übernachtungsmöglichkeit im Ort, beim Gasthaus Kaltenbrunn, nach 2 Zimmer fragten. Das Gasthaus liegt direkt an der Durchgangsstraße und sah auch etwas heruntergekommen aus, so das wir uns nach kurzer Beratung und der Nachfrage beim Forstamt dazu entschlossen, 3 Km weiter nach Truden zu fahren. Das Problem daran war, das leichte tröpfeln entwickelte sich zu einem heftigen Gewitterschauer. Völlig durchnässt kamen Rudi und ich am Ortseingang in Truden an. In einem Bushäuschen trafen wir wieder auf Hans, Bruno und Melie die dort Schutz gesucht hatten und das Abziehen des Gewitters abwarten wollten.
Wir fanden im Gasthof Goldener Adler eine Unterkunft. Die Wirtin erzählte uns, dass sie uns kurz vorher mit dem Auto überholte und aus Mitleid schon auflesen wollte. Nach dem wir uns trockene Kleidung angezogen hatten, bestellten wir uns in der Bar eine Runde Weisbier (was sonst). Nach der ersten Runde stellte Rudi fest dass das Bier seit 4 Monaten abgelaufen war. Mmmpf.., Der Wirtin war das sichtlich Peinlich als wir sie darauf aufmerksam machten. Egal Rudi und Edi bestellten sich noch ein zweites Weißbier. Das war wohl ein Fehler denn ab diesem Abend kämpfte Edi mit Magenproblemen. Zum Abendessen gab es selbst gemachte Nudeln und Saltim Boca, lecker. Der Regen hat am Abend noch nachgelassen, so konnten wir im freien vor der Bar noch ein paar Gläser Wein trinken und uns das Jägerlatein vom Wirt anhören.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 50 Km | 1957 hm | 5 Std 24 Min | 71,5 km/h |
Kurz darauf saßen wir wieder wie schon die Tage zuvor auf unseren Sätteln und ließen uns von Rudi „führen“. Er lotste uns dann auch absolut souverän hoch bis zur Trudner Horn Alm. Leider kamen wir für ein Mittagessen viel zu früh an. Deshalb gabs ein bisschen Flüssigkeit und extrem viel fantastische Aussicht. Das wäre auf jeden Fall eine überragende Übernachtungsmöglichkeit. (Team 2 hat hier geschlafen und war absolut begeistert).Bei der Abfahrt von diesem wunderbaren Ort waren wir sehr euphorisch, denn laut Höhenprofil unseres Roadbooks ging es vom Trudner Horn immer nur leicht Berg ab zum Lago Santo.
So fiel es uns schwer nach einer schönen Abfahrt und vor dem vermeintlich letzten Anstieg vor dem Lago Santo in Gfrill schon unsere Mittagseinkehr zu nehmen. Jedoch konnten wir diesem idyllischem Gasthof nicht wiederstehen.Und das war gut so, denn die knapp 20 KM Abfahrt entpuppte sich als eine 3 -stündige Irrfahrt auf und ab durch dunkle Kiefernwälder. Hier gab es Wege kreuz und quer, ein GPS das keinen Empfang hatte, Karten die nicht zur Strecke passten, keine Orientierungspunkte aber einige wunderbare Steinpilze.An einer Wegekreuzung mit Hinweisschildern wussten wir dann wieder wo wir waren; das glaubten wir zumindest. Denn Team 2 war uns nur wenige KM voraus. Im Nachhinein stellte sich dann heraus, dass sie sich einen kleinen Spaß mit uns erlaubten. Das Schild war um 120 Grad verdreht und leitete uns damit natürlich in eine völlig verkehrte Richtung. Es dauerte schon einige Zeit bis wir uns bewusst waren, nicht den richtigen Weg genommen zu haben.
Nach einer Capo mit Tiefkühl-Strudeleinkehr am Lago Santo ging es auf einem lt. Aussage eines Gastes unfahrbaren Weg Richtung Cembra. Dieser Weg entpuppte sich als ein Highlight des Tages. Supergeile Abfahrt, sehr anspruchsvoll aber unbeschreiblich.Nach dieser genialen Abfahrt standen uns dann noch knappe 2 Stunden Auffahrt mit Schiebepassagen bevor.
Es ging auf einem Asphaltpass an unwirtlichen Sandtürmen vorbei nach Segonzano. Dort endete die Asphaltstrasse. Über eine anstrengende Schiebepassage erreichten wir gegen 19 Uhr Bedollo, den letzten Ort vor dem Passo Redebus.So entschlossen wir uns dort zu Übernachten. Die Suche nach einer Herberge gestalltete sich etwas schwierig und endete beim Hotel Costalta, einem Betonbau der 70er, mit dem Charme eines Osteuropäischem Plattenbau, der sicher nicht in die Seite unserer Empfehlungen aufgenommen wird.Also schnell geduscht und ab in die Pizzeria des Dorfes. Dort haben wir noch lecker gegessen und sind danach noch an einem Strassentisch des zugehörigen Caffe’s gesessen, wo es noch einige Caffe, Rotwein und Obstgetränke gab.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 61,4 Km | 2340 hm | 5 Std 25 Min | 77 km/h |
Das Abendessen in der Pizzeria war richtig gut und die diversen Drinks danach in der Kneipe waren auch nicht zu verachten. Die mussten wir uns aber auch in Anbetracht des wirklich bescheidenen Hotels, im 70er Jahre Stil, ausgiebig einflößen. Danach, leicht angeheitert, war die Nacht in den ekelhaften Betten halbwegs erträglich.Das Frühstück nach „überlebter“ Nacht gab es erst um 8 Uhr und auch die Qualität ließ sehr zu wünschen übrig. Deshalb beeilten wir uns von diesem schaurigen Hotel möglichst schnell weg zu kommen. Kurz nach 9 Uhr war es dann endlich so weit. Die Sonne brannte schon auf uns nieder, als es nach wenigen Metern in der Ebene, sofort richtig steil Berg auf, in Richtung Passo di Redebus ging. Zum „Einfahren“ blieb uns also Heute mal wieder gar keine Zeit; aber dafür erklommen wir die ersten 450 HM auf Asphalt in nur etwa 40 Min. Vom Pass fuhren wir dann ein kurzes Stück auf der kleinen Teerstraße Berg ab durch den Ort Tolleri.
Hier standen an verschiedenen Gemeindehäusern lustige Wörter wie z.B: KÖNDÖRGORTN (Kindergarten) und ähnliches fürs Gasthaus und fürs Rathaus. Wir konnten uns ein spontanes Lachen nicht verkneifen und hatten richtig viel Spaß während der Fahrt durch Tolleri.Beim nächsten Ort, Marcheli hieß der, verließen wir dann wieder die Hauptstrasse, und fuhren sehr steil in Richtung Rinder und Baito Forestale auf ca. 1700 HM hinauf.
Jetzt folgten traumhafte 10 KM mit fantastischer Aussicht über schmale wunderschön zu fahrende Wiesentrails. Wege von denen man normalerweise nur träumen kann, nahmen wir jetzt unter unsere geschundenen Reifen. Leicht Berg auf, dann wieder ein wenig Berg ab ging es bis zu einem Sattel auf ca. 1700 M.
Danach 400 Hm auf schlechten Forstwegen hinab und schon erreichten wir unser Mittagsziel in Vetriolo Terme. …und wer saß da schon im wunderschönen Gastgarten bei einem üppigen Mittagessen? Es war das „Montagsradler Transalpteam 2“ bestehend aus Mellie, Hans und Bruno. Wir hatten sie wieder eingeholt.Auch für uns gab es im wirklich empfehlenswerten Albergo Aurora Al L’Istciot ein üppiges Mahl mit Nachspeise Radler und Wein. Der Wirt sollte auf Grund seiner leckeren Kost einen „Montagsradleraufkleber“ bekommen. Kurz bei ihm gefragt, er war begeistert, und schon mussten wir alle einen Schnaps aufs Haus trinken. Der schmeckte uns prima und die Wirkung die dieser bei uns hinterließ, konnten wir in Anbetracht des nun folgenden auch gebrauchen.
..MUT und vertrauen in unsere Scheibenbremsen. Jetzt ging es über extrem steile Trails 1000 HM hinab bis nach Levico Therme.Die Maguragebremsten Bikes fuhren souverän mit nur leichter „Gestankentwicklung“ von den Bremsbelägen den Berg hinab; nur Rudis XT-Scheibenbremse streikte wieder einmal. (Hat eine Bremse die nicht bremst eigentlich den Namen „Bremse“ verdient???)Egal, auch Rudi erreichte den Ort ohne Unfall.Auf jeden Fall haben wir uns nach dieser Abfahrt eine kleine Abkühlungverdient. Es war hier im Ort extrem heiß und deshalb gab es in einer Eisdiele noch 2 Kugeln Eis als Aufputschmittel für den unmittelbar folgenden Aufstieg. Auf der anderen Seite des Tals sollte es jetzt nämlich den „Kaiserjägerweg“ wieder hinauf auf 1300 M gehen.
Auch diesen Anstieg bewältigten wir trotz Hitze in einer ordentlichen Zeit. So weit ich mich erinnern kann, gewann Rudi knapp vor Robert diese Bergwertung. Edi, immer noch außer Konnkurenz zwecks Magen-Darm-Problemen hielt sich mit mir in der hinteren Gruppe auf. Als wir alle oben waren gab es dann sehr bald, im ersten Ort gleich ein, zwei Radler zu trinken um unseren Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen . Frisch gestärkt ging es wieder weiter auf der Suche nach einem schönen Albergo für die kommende Nacht.
Abwechselnd auf Schotter und Asphalt fuhren wir in Richtung Carbonare.
Im Hotel Trentino wurden wir dann Fündig. Ich war erst mal gar nicht so begeistert, da die etwa 65 jährige Chefin gefallen an mir fand. Erfreulicherweise ließ die sich kaum mehr blicken und wir wurden von der wesentlich attraktiveren Tochter „bewirtet“. Das Essen war o.k. die Preise auch recht ordentlich und sie hatten einige gute Flaschen Rotwein für uns. Leider mussten wir alle Ausweise abgeben und dass war ein Fehler. Das erkannten wir aber erst am nächsten Nachmittag als mir einfiel, dass unsere Ausweise immer noch beim Hotel lagen...Tag7
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Während der Auffahrt zum Passo Sommo entschieden wir uns für eine kleine Routenänderung. Wir fuhren zunächst auf den Passo di Coe hinunter und dann weiter zum Passo Sommo hinauf.Die Strecke führte uns überwiegend auf Forststrassen bergauf. Das beeindruckende Panorama lud uns immer wieder zum verschnaufen und geniessen ein. Ein ausgeschilderter MTB-Weg führte uns vom Passo delle Sommo nach Zoreri. Der Einstieg des MTB-Weges verlief sehr steil auf einer Betonpiste. Darauf folgte noch ein relativ harmloser Waldweg der aber noch gut zu befahren war.Der Weg wurde aber noch steiler und der Untergrund änderte sich in ein Laub/Schotter-gemisch bis hin zu einer fast unbefahrbaren Grobschotterpiste. Die Steine wurden immer größer, der Weg steiler und das effektive Bremsen fast unmöglich. Der Weg verlangte unsere volle Konzentration und Kraft. Endlich in Zoreri angekommen gönnten wir uns ein kräftiges Mittagessen mit einer ausgedehnten Pause. Die Besitzerin der Trattoria war sehr freundlich und hatte Eddi und Walle gleich ins Herz geschlossen. Als Dankeschön Zeichen unseres Besuches brachten wir einen Aufkleber der „Montagsradler“ an der Tür an. Nach dem Mittagessen rollten wir zunächst noch entspannt hinunter nach Geroli.Von dort aus begann dann der Aufstieg zum Riffugio Lancia auf einer Höhe von ca. 1800m. Irgendwann viel uns ein dass wir unsere Pässe im letzten Hotel nicht zurückbekommen haben. Für ein Zurückfahren war es aber definitiv zu spät. Wir konnten also nur hoffen dass wir bei der nächsten Übernachtung auch ohne Pässe aufgenommen werden. Auf halber Höhe erwischten uns einige kleine Schauer. Die Regenwolken haben sich aber schnell wieder verzogen. Diese Schauer konnten uns jedoch nicht wirklich Abkühlung bringen.
Die Spuren des Anstieges waren in allen Gesichtern erkennbar. Das Wetter besserte sich zunehmend und oben am Rifugio Lancia lachte die Sonne wieder und ließ uns auf ein sehr schönes Panorama blicken. Wie immer, so auch am letzen Abend der Tour, war die erste Amtshandlung eine Runde Bier zu bestellen. Danach bezogen wir unser kuscheliges 5-Bettzimmer. Um die Chance zu wahren am nächsten Tag wieder aus dem Schlaf aufzuwachen, gingen wir zunächst zum Duschen. Warmes Wasser wird dort nur nach Einwurf von Chetons abgegeben. Wir benötigten lediglich 3 Münzen für uns alle, so daß jeder etwa 1 min 45 Sekunden Zeit hatte.
Nach einem ausgiebigen Abendessen und ein oder zwei Runden Grappas gingen wir auf die Terasse um die herrliche Abendstimmung zu geniessen. In einer beeindruckenden Art türmten sich die Wolken am Horizont auf und erhielten eine schöne Färbung durch die Abendsonne. Um 23:00 Uhr war Zapfenstreich und Ende des letzten gemeinsamen Abends auf der Tour.| Etappenlänge: | Höhenmeter: (aufstieg) | Reine Fahrzeit | Top Speed |
| 61,6 Km | 352 hm | 3 Std 9 Min | 52 km/h |
Wir wollten früh starten, also frühstückten Hans, Edi und ich im Eiltempo und fuhren um 8:00 in Cassone los. Bruno reihte sich nach 8km kurz nach Malcesine ohne Zwischenstopp ein. Bis Torbole hängten wir uns in den Windschatten von zwei Italienern die mit dem Rennrad gut Tempo machten. Nach einer Stunde waren wir schon an Roveretto vorbei und folgten dem Radweg an der Etsch entlang in Richtung Bozen. Schon vom Start an mussten wir gegen einen kräftigen Wind ankämpfen, was das ganze noch erschwerte. Der Radweg ist gut beschildert und geht meistens gerade aus. So wechselten wir uns immer gleichmäßig an der Spitze ab und kamen sehr gut voran. Nach etwa 90 Km war meine Getränkeflasche aufgebraucht und wir steuerten eine Bar an, befüllten unsere Flaschen neu und dann ging es auch gleich wieder weiter. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bis dahin lag bei 27,5 Km/h. Das war besser als erwartet! So planten wir, bis Bozen mit gleichem Tempo weiterzufahren um dort eine Mittagspause einzulegen. Das funktionierte auch ganz gut, wir fuhren im 4er Zug immer zwischen 30 und 35 Km/h und überholten auf dem gut frequentierten Radweg alles was zwei Räder hatte. In Bozen hatten wir dann ein echtes Problem ein Lokal mit etwas essbaren zu finden. Nach einer Stunde Suche fanden wir dann im Norden von Bozen an der Seilbahn ein Restaurant das geöffnet hatte. Der Koch hatte uns beim herfahren bemerkt und gesehen das wir unser teuren MTB´s nicht unbewacht am Parkplatz zurücklassen wollten. Wir konnten die Räder im Keller abstellen und beruhigt das Essen bestellen. Die Wirtin erklärte uns für total verrückt als sie nachfragte wo wir herkommen. Wir hatten bereits jetzt 130 Km zurückgelegt und uns wurde klar dass wir mit den geschätzten 170 Km nicht hinkommen werden.
Ab Bozen geht es immer wieder leicht bergauf und es gibt keinen durchgängigen Radweg mehr, so mussten wir auf der stark befahrenen S12 weiterfahren. In Brixen stoppten wir an einem Kiosk eines Campingplatzes und füllten noch mal unsere Flaschen auf. Kurz danach hatten wir dann noch mal Spaß, als uns ein Radler mit einem quietschenden Fahrrad in flottem Tempo überholte.
Hans und Bruno konnten das nicht auf sich sitzen lassen und hängten sich an sein Hinterrad. Edi und ich konnten das Tempo nicht mehr mitgehen und wir ließen sie zufahren. Nach 210 km und 1300 hm erreichten wir Sterzing, wo wir dann unsere Bike´s endlich auf dem Dach befestigten und nach Hause fuhren.
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Für die Königsschlösser dort hatten wir kaum einen Blick übrig, denn ab hier ging es jetzt über sehr steile und ausgewaschene Rampen hinauf zur Bleckenau/Jägerhütte wo wir unsere Mittagspause einlegten. Nach einem leckeren Essen erwarteten uns noch steile 300 Hm bevor wir einen tollen Trial hinabfahren durften. Dieser nasse und dadurch sehr rutschige Trail hatte es in sich:Zuerst verweigerte die hintere Bremse an Brunos Prophet den Dienst, bei Hans musste ein Bremsbelag gewechselt werden und schließlich gab es noch innerhalb von 5
Minuten drei „Abstürze“.Erst kugelte Thomas hinunter in die Pampa, dann Hans und letztlich auch noch ich.Thomas der sich an einem Bäumchen festhielt und eine helfende Hand brauchte um heraufgezogen zu werden musste sich von Rudi anhören: „ warte ich mach erst noch ein Foto von dir“.
Der Weg war Klasse, ein ständiges rauf, runter, links, rechts immer zwischen 30 und 80m über dem See das Nordufer entlang. Kurz nachdem wir wieder auf Seehöhe waren, erwischte Thomas das Pannenpech mit einem Platten. Ein rostiger Nagel der irgendwo auf dem Weg lag, hatte sich mitten in die Lauffläche seines Vorderrades gebohrt. Der Ersatzschlauch musste herhalten und nach kurzem Stopp steuerten wir weiter unser Tagesziel an. Es waren nur noch ein paar Kilometer bis Ehrwald als uns ein Vollwaschgang von oben bis auf die Haut durchnässte, was soll’s – sowas gehört eben auch zu einer wahren Transalp.Tropfnass in Ehrwald angekommen wollte Bruno noch in einen Bikeladen um nach seiner defekten Bremse sehen zu lassen, der hatte aber schon geschlossen und so machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Im Hotel Feneberg wurden wir fündig, hier gab es eine Sauna und ein 4-Gängemenü, genau das Richtige für uns.Die Wärme der Sauna und das üppige Mahl mit diversen Weißbieren machten Rudi wohl müde, er sprach schon um 19:50 Uhr vom „ins Bett gehen“.
Nach einem sehr gutem Frühstück machten wir uns relativ spät auf um im Bikeladen Brunos Bremse reparieren zu lassen. Der Laden war aber noch geschlossen und so warteten wir bis der Inhaber erschien und Brunos Prophet mit in die Werkstatt nahm. Nachdem die Bremsleitung gekürzt und (nach Auskunft des Mechanikers über Formula-Bremsen) mit Mineralöl (was sich später als falsch erwies) von MAGURA befüllt wurde, konnten wir um 10:35 Uhr starten.Über schöne Forstwege geht es nahe dem Fernpass oberhalb am Fernsteinsee vorbei Richtung Tegestal. Der Weg hinunter ins Tegestal führt kurvenreich durch Lärchenwälder um dann im Talgrund nach rechts mündend in den Anstieg zum Dirstentritt überzugehen.Da es weit und breit keine Möglichkeit gab an etwas Essbares zu kommen mussten wir auf Energieriegel zurückgreifen bevor wir uns an den Aufstieg wagten.
Jetzt war es bereits kurz vor 15:00 Uhr und der Magen verlangte sein Recht.Wir suchten und fanden eine Lokalität wo es zwar kein warmes Essen mehr gab, dafür aber umso reichhaltigere Speck/Käseplatten serviert wurden.Da hatten wir doch trotz unseres Hungers tatsächlich Mühe die aufgetischten Leckereien vollständig aufzuessen.
Als wir dann weiterfahren wollten, hatte Hans einen Platten am Hinterrad. Das Loch im Tubeless wurde schnell im restauranteigenem Pool gefunden und in kurzer Zeit repariert.Auf dem Weg Richtung Landeck begann in Milswieder der Regen und so beschlossen wir nicht mehr weiter zufahren sondern hier im Gasthof Frischmann Quartier zu nehmen.
Es hatte bis in die frühen Morgenstunden heftig geregnet, jetzt aber schien die Sonne und die Straße trocknete schon.Zum Frühstück gab es frische Semmeln und um 08:20 waren wir bereits auf dem Radweg zügig nach Landeck unterwegs.Von Landeck ging es dann hinauf nach Tobadill und weiter zum Almstüberl auf ca. 1370 m. Auf dem feuchten Trail abwärts lehnte sich Rudi einmal heftig an einen Baumstumpf an und Hans schredderte so um die 10m quer zum Weg über glitschige Steine und Wurzeln. Außer ein paar Schrammen an Rudis linken Arm und Schulter ist aber nichts passiert.
Unterwegs hatte Hans ein Schwätzchen mit der alleinfahrenden Martina aus Hohenfurch bei Weilheim gehalten, Bruno kämpfte mal wieder mit seinem Schaltwerk.In der Stube tranken wir erst mal das übliche Ankunftsweißbier, da es noch nicht mal 16:00 Uhr war und der Hunger sich schon leise meldete bestellten wir Apfelstrudel. Bruno wollte vorher noch eine Knödelsuppe haben und Rudi meinte spaßeshalber zur Bedienung sie solle Bruno doch eine extrascharfe Gulaschsuppe bringen.Tja, die Bedienung hatte das wohl falsch verstanden und brachte Bruno seine Knödel– und Rudi eine scharfe Gulaschsuppe. Hinterher folgte noch der Strudel für beide – ja, ja, wer anderen eine Grube – selbst hinein.
Abfahrfertig standen wir nach dem Frühstück schon um kurz nach 08:00 Uhr im strahlenden Sonnenschein bereit.Plötzlich riss sich Edi zur Verwunderung aller Anwesendem sämtliche Klamotten vom Leib. Auflösung war, er hatte seine Hose falsch herum angezogen.Nun konnte es los gehen. An Fahren war aber nicht zu denken, die 300 Hm zur Passhöhe sind mit Steigungen bis zu 35% komplett unfahrbar. Hier bewies Bruno ungekannte Fußgängerqualitäten, flink wie ein Wiesel flitzte er los und war als Erster oben.
Der Trial endete dann weit unten in einem teilweise trockenem Flussbett wo wir über die großen, runden Steine schieben mussten.Über Forstwege fuhren wir dann via Ramosch bis Sur En um dort im Restaurant Val DUina unseren Durst mit Radler zu stillen.
Die nun folgenden rund 400 Hm bis zum Einstieg in die Uina-Schlucht lagen größtenteils im Schatten und waren deshalb gut zu fahren. Trotzdem legten wir noch mal eine Pause beim HausUINA DADAINT ein und ließen uns Käse, Salsiz ( Schweizer Hartwurst) und Radler schmecken.
Hans und ich waren schon 2003 hier, die Faszination dieser Schlucht ist aber so groß, dass ich mir vorstellen kann, diesen Weg auch ein drittes mal zu nehmen.Aber auch die Uina-Schlucht hat ein Ende und wir kamen auf der Hochalm raus in deren weiteren Verlauf die Sesvennahütte liegt. Bevor wir aber dort ankamen, schlug der Pannenteufel wieder mal zu, ein schleichender Plattfuß in einem Tubeless von Rudi.Eigentlich wollten wir in der Sesvennahütte übernachten, da es aber noch früh am Tage war und der nächste Tag mit dem Aufstieg zum Eisjöchl sehr anstrengend werden würde, beschlossen wir dort nur etwas zu essen und anschließend doch weiterzufahren.
Die Vorspeise - sehr lecker, Hauptgang war wie Hans es vorhergesagt hatte ein Schnitzel, Dessert - ein Eis mit heißen Beeren. Klasse.Wir sprachen nach dem Essen weiter dem Weißbier zu und bekamen noch mal Hunger. Die bestellte Speck/Käseplatte war überaus reichlich und dazu gab’s noch eine große Schüssel frische Kirschen.
Ab hier schlängelte sich ein Forstweg vorbei an Mitterkaser bis zum Eishof. Die Wanderer wurden jetzt immer weniger und die letzen Höhenmeter bis auf 2908m mussten wir unsere Räder schieben.Um 16:20 sind wir oben angekommen und konnten die etwas tiefer gelegene Stettiner Hütte schon sehen, die Abfahrt dorthin war problemlos.
Die Auffahrt vom Norden kommend dürfte um einiges schwerer sein als die von uns gefahrene südliche Variante. Von der Lazinser Alm aus führt dann ein Forstweg bis Pfelders und weiter eine Teerstraße nach St. Leonhard im Passaiertal.Eines unserer heutigen Ziele war Sterzing. Um von St. Leonhard dorthin zu kommen, mussten wir den beschwerlichen Weg über den Jaufenpass mit ca. 1300Hm auf Teer nehmen.
Ein kurzes Gewitter mit heftigem Regenschauer zwang uns unterwegs nach Kematen zum Unterstellen, einigermaßen trocken erreichten wir beide dann kurz vor dem Abendessen den Gasthof Alpenrose.Auf der Transalp 2005 hatten wir hier schon mal übernachtet und waren bestens versorgt worden, so war es auch dieses Jahr wieder. Leckeres Essen, guter Wein, zu späterer Stunde prima Speck-Wurst-Käseplatten.Bruno und ich saßen mit der Wirtin Hermine noch ziemlich lange in der Gaststube zusammen. Biker sind bei ihr sehr willkommen, sie hat sogar einen Trockenraum für nasse Bikerklamotten ausbauen lassen.

Der schöne Trial endete am Schlegeisspeicher und wir durchfuhren bis Jochberg mehrere Tunnels auf der mautpflichtigen Straße hinunter ins Zillertal.Bevor wir das Gaiseljoch 2292m in Angriff nahmen, verlangte der Körper sein Recht. In Finkenberg stillten wir den Hunger mit einer deftigen Portion Käsespatzen bzw. Schnitzel.Nach dieser Kalorienbombe konnte es also losgehen, immerhin lagen noch 1300 Höhenmeter vor uns.
Von Hans und Rudi war nichts zu sehen, uns entgegenkommende Biker hatten auch keine Montagsradler gesehen, wo waren die nur geblieben?Wir fuhren jedenfalls dem GPS nach und machten in 1640m Höhe beim Geiselhof noch mal großzügig mit Radler und Kuchen Pause.Während der Weiterfahrt konnten wir fast das gesamte Tal überblicken,
Sie waren nach dem Roadbook gefahren und irgendwo falsch abgebogen. Danach folgten sie dem ausgeschilderten Wanderweg zum Gaiseljoch der aber, weil sehr steil, nur auf wenigen Metern befahrbar war.Zur Weidener Hütte 1799m fuhren wir dann wieder gemeinsam ab und konnten uns um 17:20 dem Genuss des Zillertaler Weißbieres hingeben.
Die ersten Kilometer ging es über den Forstweg bis Innerst und weiter über Asphalt nach Weerberg, Schwaz und Jenbach durchs Inntal ständig bergab.Über eine vielbefahrene Straße kurbelten wir uns zum Achensee hoch um dann in Pertisau in die mäßige Steigung zur Gernalm abzuzweigen.Während wir hier zu Mittag aßen gab es einen kurzen Regenschauer der aber vor unserem Aufbruch wieder vorbei war.
Mit 30% Rampen stemmte sich uns das Plumsjoch nun in den Weg. Oben angekommen entschieden wir uns den Wanderweg und nicht den beschilderten Radweg zu nehmen. Diese Entscheidung war goldrichtig, der Trial hatte einen Flow wie wellenreiten und windsurfen. Der wunderbare Trial endete weiter unten wieder im Rad/Forstweg.Die Larchetalm erreichten wir über den großen/kleinen Ahornboden, Hochalmsattel und Karwendelhaus. Hans und Bruno gaben heute richtig Gas und waren als erste am Sattel oben.An der Alm legte sich Hans zur Freude einiger Wanderer nach einem missglücktem Bremsmanöver kurz in den Staub des Wanderweges.Nach einer Brotzeit in der Larchetalm rollten wir locker nach Scharnitz hinunter um dann die letzten Kilometer bis Mittenwald mit einem 30iger Schnitt unter die Räder zu nehmen.
Die Quartiersuche hier war dann auch schnell erledigt, während ich noch nach dem Ski/Bikeladen eines Bekannten suchte, sprach Hans schon mit jemanden aus dem Hotel Rieger.Dieser „Jemand“ war, wie sich später herausstellte, der Geschäftsführer des Hotels und hieß Matthias, er machte uns jedenfalls einen guten Zimmerpreis und so wurden wir seine Gäste.Gleich nach dem Bezug unserer Zimmer plantschen wir im Hallenbad und genossen den hoteleigenen Wellnessbereich. Das Essen war ausgezeichnet, nur das Dessert bestand aus einem eigentlich ungenießbarem Pfirsich und wurde nach der Reklamation von Hans gegen ein Eis ausgetauscht.
immer Livemusik wie wir im Laufe des Abends erfuhren. Wir saßen zuerst an der Bar und sprachen dem Weißbier zu, Matthias erschien später auch noch und spendierte Hans und mir das ein oder andere Bier. Je länger der Abend dauerte umso lustiger wurde es, irgendwann war Damenwahl und Rudi als Folge davon mit Socken!! auf der Tanzfläche.Nach und nach wurden die Montagsradler von der Damenwelt in Beschlag genommen und sogar mir, dem absoluten Tanzverweigerer, gelang es nicht immer zu entkommen.
Je länger der Abend umso schöner die Frauen - oder wie heißt das noch mal? Ist auch egal, auf jeden Fall wurde bis zum Ladenschluss um 3:30 Uhr mit allen noch anwesenden Damen getanzt was das Zeug hielt.
Und heute wollten wir noch nach Hause radeln??
Irgendwas weckte mich, war es der helle Sonnenschein, der Druck auf die Blase oder eine innere Unruhe – keine Ahnung, ich war plötzlich wach.Von Thomas war noch nichts zu hören und sehen obwohl die Uhr schon kurz nach acht zeigte.Jetzt aber nichts wie raus aus dem Bett und schnell den Kopf unters Wasser halten. Thomas war inzwischen auch schon wach und die Rezeption klingelte an, dass wir bereits beim Frühstück erwartet würden.
Nach ein paar Minuten waren wir im gedeckten Frühstücksraum um mit O-Saft und Kaffee die Spuren der Nacht zu vertreiben, das klappte ganz gut und wir langten am Buffet ordentlich zu.Hans erzählte das er vor 7:00 Uhr auf dem Weg ins Hallenbad den Matthias getroffen hat und der schon wusste wie lange wir in der Bar geblieben sind.Wir beschlossen noch am Frühstückstisch in Anbetracht des wenigen Schlafes und der Restpromille keine Umwege, sondern direkt auf dem kürzesten Weg nach Fürstenfeldbruck zu fahren.
Vor dem Hotel machten wir noch ein Startfoto mit Matthias zwischen uns Radlern. Bei dieser Gelegenheit kamen wir auch auf Sponsoring zu sprechen, wer weiß, vielleicht geht da ja was.Mit dem Versprechen auf alle Fälle wiederzukommen, machten wir uns um 09:20 Uhr auf den Weg.Der Rest ist schnell erzählt, wir fuhren größtenteils auf Teer von Mittenwald über Klais nach Garmisch und die Loisach entlang bis Murnau. Zwischen Murnau und Weilheim gab uns dann ein Odelwagen für ein paar Kilometer Windschatten, der Gestank war brutal aber Rudi blieb hinten dran bis der Fahrer zu einem Gehöft abbog.
